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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
380
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ihr eigenes Seelenheil dadurch zu befördern, über-zeugte sie daß eS besser sey, wenn sie auf ihren Plätzenblieben, um alles zu beobachten und zu benutzen, wasauf die Zurückkunft ihres geistlichen Vaters einenEinfluß haben könne. Ihrer Meynung nach gab eSfür sie keine höhere Zweckbestimmung, als alles zuversuchen, sich in alles einzuschleichen, und das Un-glück abzuwenden, um sich nicht einst das Verbrechenvorwerfen zu müssen, ein in ihren Augen so großesWerk versäumt zu haben, wozu ihnen die Gelegenheitvielleicht durch unbekannte Triebfedern der Vorsehungaugeboten werden würde, wenn sich auch gleich schonso lange Zeit nicht die geringste Aussicht dazu gezeigthatte. Die durch Monseigneurs Tod so plötzlich ent-standene Veränderung hielten sie für jene, ausdrücklichwegen Herrn von Cambrai erfolgte große SchickungGottes, die sie so zuversichtlich erwartet hatten, ohne zuahnden, wo und wie sie geschehen würde, für den Lohndes Gerechten der im Glauben lebt, der, ohne allenSchein von Hoffnung, dennoch nicht verzweifelt, undder in dem Augenblick erhört wird, wo er eS am wenig-sten vermurhek. Nicht als ob ich irgend etwas hierübervon ihnen selbst erfahren hätte; allein wer so wie ich,in ihr Inneres blickre, fand eine solche Uebereinstim-mung ihres Lebenswandels. ihres Betragens und ih-rer Denkungsart, daß rnan sie weniger erforscht, alsgenau gekannt haben muß, wenn man ihnen diese zu»schreibt.

In allem, was sich auf diese Materien bezog,verschlossen, aus sich selbst und ihre älteren Schülereingeschränkt-genoffen sie, bey einer merkwürdigen Be-scheiden heit und Treue, einer wahren Freyheit, die ih-nen so süß war, daß fle sie allem vorzogen. Siewollten weder Proselyten machen noch annrhmen, aus

Furcht,