Furcht, eS vielleicht bereuen zu müssen; daher ent-stand die so seltene, mehr als brüderliche Einigkeit derHerzoge und Herzoginnen von Chevreule und Beau-villiers; daher die Verbindung des Herzogs vonMontcinart, des Sohns jener Schülerin, ohneFurcht, Mäßigung und Zwang; daher jene unzu-gänzliche geheime Versammlungen zu Vaucresson, dievon einer kleinen Anzahl auserlesener unbekannterSchüler, die dort einander nachfolgtcn, zu Ausgangseder Woche gehalten wurden; daher die klösterlicheKlausur, i» der sie selbst mitten im Hof lebten; daherdie unbegränzte Anhänglichkeit für den neuen Dau-phin, der sorgfältig in eben denselben Gesinnungenerzogen, und darinn erhalten wurde. Sie betrachte-ten ihn wie zinen zweyten Esta, wie den Wiederher-stellcr des Tempels und Volks Gottes nach Der Ge-fangenschaft.
Unter dieser kleinen Heerde befand sich eineSchülerin aus den ersten Zeiten, die von HerrnBcrkaud gebildet worden war. Diese hielt Zusam-menkünfce in der Abtey von Montmartre, wo sie vonihrer früheste» Jugend an unterrichtet worden war,und wohin sie mir der Frau von Noaillcs, die sichnoch zu rechter Zeit zurückzuziehen wußte, alle Wo-che einmal hingieng. Ich meyne die Herzogin vonBethünc, die indeß immer an Tugend zugcnommenharte, und von Madame Güyon für würdig gefun-den wurde, ihre Günstlingin zu seyn. Diese galtausschließlich für die schöne Seele, vor welcher sogarHerr von Cambrai Ehrfurcht hatte, und die wieder,nur aus Demuth und wegen der Verschiedenheit deüGeschlechts, dort war. Durch diese Brüderschaftwurde auS der Tochter des Sürintendanten, Fou-quet, die intimste Freundin der drey Töchter uns
Toch.