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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
378
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anzusehen sey, bekannt; es gelang ihm endlich, denSulpizianer Prediger la Chetardie, den einfältigenDrrector, welcher sogar der Hofmeister der Frau vonMainkenon war / wieder mit sich zu versöhnen.

Der fanftmüthige Fenelon, dem so viel daranlag, geliebt zu werden, blteb sich auch hier gleich undhütete sich sehr, an diesem Federkrieg keinen thätigenAncheil zu nehmen.

In den Niederlanden wimmelte es von Janseni.sten, oder Personen, die dafür gehalten wurden. Be-sonders waren viele in seiner Diöces und zu Cambrai.Beyde Orte waren für sie eine beständige Freystadt desFriedens. Glücklich und zufrieden dort unter einemFeind dieses schriftlichen Kriegs Ruhe zu finden, un-ternahmen sie gar nichts gegen ihren Erzbischofs, derzwar wohl ihrer Lehre entgegen war, sie aber doch al-ler möglichen Ruhe genießen ließ. Sie überließen ih-re dogmatische Vertheidigung andern , ohne der allge-meinen Liebe zu Fenelon zu nahe zu treten. Durchdieses nachsichtige Betragen verlor er nichts von sei-nem anerkannten Verdienst der Sanftmuth und Fried-fertigkeit, noch von den Hoffnungen eines Bischoffs,dessen Kirche sich alles versprechen mußte, und derenInteresse cs war alles für ihn zu thun.

Dieß war die Lage des Erzbischoffs von Cam-brai, als er die Nachricht von Monseigneurs Tod,von der Erhöhung seines Mündels, und dem Ansehnseiner Freunde, erhielt. Nie war eine Verbindungfester und unerschütterlicher gewesen, als die, von die-ser kleinen einzelnen Heerde. Sie war auf ein inni-ges aufrichtiges Vertrauen gegründet, das sich wiederauf die Liebe Gottes und seiner Kirche gründete. Siewaren fast alle, die Vornehmen wie die Niedern, sehr

recht-