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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
377
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freunvlichen Seelsorgers, und oft durch die Häuserund Hospitäler. Alles dieß that er ohne Vergeßlich-keit, ohne Kleinlichkeit, und mit uncrmüdeter Freund-lichkeit. Er wurde auch von allen angebctet- Diesemerkwürdige Auffenseite war jedoch nicht ganz er selbst(sein cigenchümlicher Charakter). Ohne ihn ganz er-gründen zu wollen, darf man keck behaupten, daß ernicht alle Hoffnung und Bemühung aufgegebon hatte,einst wieder eines der bedeutendsten Acmkcr zu erhal-ten, und also auch alles benutzte, was ihm hiezu be-förderlich war. Er war innigst mit jener jesuitischenParthey verbunden, an deren Spitze Pater Tellierstand, der sic auch nie verlassen und über seine Kräfteunterstützt hatte. In den letzten Jahren verfaßte erSchriften, die von dem Pater Auesnc! und meh-reren andern sehr gerühmt wurden, und daher dasBand einer nützlichen Vereinigung nur noch festerzusammen zogen, wodurch er endlich den Haß desKönigs zu besänftigen hoffte. Einem Bischoff, des-sen Lehre, nach so viel Streitigkeiten und Handeln, fey-erlich verdammt worden war, kam eS zu, in der Kir-che zu schweigen. Er hatte zu viel Verstand, um dießnicht zu fühlen, allein er hatte auch wieder zu vielEhrgeiz, um das Geschrey so vieler Stimmen gegenden Verfasser eines verworfenen Dogma und seinerdogmatischen Schriften und so vieler andern, die ihnin Rücksicht auf den Beweggrund, den die aufgeklärteWelt wohl durchblickte, eben nicht sehr schonend be-handelten, für nichts zu achten. Er arbeitete geradeauf seinen Zweck los, ohne sich rechts oder links zuwenden; er gab seinen Freunden Veranlassung, zu-weilen seinen Nahmen zu nennen; er schmeicheltedem undankbaren Rom; er machte sich bey der gan»zen jesuitischen Gesellschaft als einen sehr brauch«baren Mann, dessen Gunst als ein großer GewinnAaz an«