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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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gnügen dieselben Wellen, die ihn ehemals zu verschlin-gen drohten, und nun unmächtig an ihmvorbeyflossen.Sein Gemüthszustand schien sich jedoch immer gleichzu bleiben. Er betrug sich mit eben so vieler Klug-heit, Feinheit und Ruhe als vorher, ohne sich im ge-ringsten zu überheben, oder von seinen sonstigen Ge-schäften abhalten zu lassen, und seinen thätigen Eiferauf etwas anders zu richten. Ein anderer Grund,der seiner würdiger war, erfüllte sic mit Freude. DerFreundschaft des neuen Dauphins gewiß, sah er vor-aus, welchen Triumph er über die Herzen und Gemütherhaben würde, so bald er befreyt und auf seinem Platzstehen würde, und hierüber äußerte er nur uns seineverborgene Freude. Chevreuse, der zu jeder Zeit sei-nes Lebens mit ihm gleich dachte, theilte diese Freudeaus denselben Beweggründen mit ihm, und ihre Fa-milien wünschten sich Glück zu der Gründung eines soglänzenden Glücks, das sie nun so bald zu erwartenhatten. Unter allen aber nahm Fenclon, der Bischofsvon Cambrai, den lebhaftesten Anthei! an diesem Er-eigniß.

- Welche Aussicht, welcher nahe, sichere und voll-ständige Triumph, welcher mächtige Lichtstrahl, drangplötzlich in eine finstere Wohnung.

Seit zwölf Jahren war dieser Prälat in seineDiöceS verbannt, und alterte unter der Last vergebli-cher Hoffnungen. Sein Leben verfloß in einer Gleich-förmigkeit, die ihn zur Verzweiflung bringen mußte.Dem König war er beständig so verhaßt, daß nie-mand , auch bey den gleichgültigsten Dingen, nichteinmal seinen Nahmen aussprechen durste. Noch ver-haßter war er der Frau von Maintenon, weil sie ihnverlorcü hatte. Die schreckliche Eabale, welche Mon-

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