372
werden, weil sie sich hinter die politischen Maasre-geln versteckten; allein man kann wohl denken, wiesehr man bemüht war sich an die vornehmffen, undalle die andern die man für thätig hielt, anzudrängen.Die Gesinnungen des Herzogs von BeauvillierS sindleicht zu errathen. Er war vielleicht die einzige Per-son für welche Monseigneur einen so großen Wider-willen hatte, daß er ihn nicht verbergen konnte, auchwurde dieser Widerwille beständig und sorgfältig beyihm genährt. Statt dessen sah BeauvillierS die un-erwartete Erhöhung eines Mündels, der sich im Stil-len darüber freute eS noch zu scyn, und öffentlich eineEhre daraus machte es zu zeigen, und durch nichtsvon diesen Gesinnungen abzubringcn war. Beauvil-liers, der rechtschaffene patriotisch gesinnte Mann, dernur den Wunsch hakte die Tugend zu verbreiten, einzweyter Fenelvn, sah sich unter diesen mächtigen Au-spizien im Stande, dem Staat nützlich zu dienen,die Tugend zu unterstützen, die Zurückkunft dieses ge-liebten Erzbischofs vorzubereiken, und ihn zu seinemMitwirker in allem zu machen. Dieser sanfte, sitt-lich gute Mann genoß, bey einer, jedem Sterblicheneigenen menschlichen Schwachheit, eine unerwarteteHerzens und Geistis-Erweiterung, und hatte nundie frohe Aussicht, nützliche Absichten, die sich gleich-sam von selbst darboten, in Zukunft erfüllen zu kön-nen; endlich auch eine Art von Herrschaft, die er umso mehr zu schätzen wußte, da sie seltener und uiiein«geschränkter, weniger erwartet war, und weniger wi-dersprochen wurde, und dH sie sich durch ihn auf dieSeinigen und auf die Personen seiner Wahl erstreckte.Auch im Schooße des glänzendsten Glücks verfolgt,und zuweilen bis an den Rand des Abgrundes ge-bracht, sah er sich nun mit cinemmale auf einen festenFelsen gepflanzt, und betrachtete vielleicht mit Ver-
gnügen