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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
282
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nachher starb, beständig benm König erhalten hatte,am meisten beygetragen. Denn der König hatte ihmimmer gern seine siebe zu erkennen gegeben, und er-zeigte seiner Familie, seit er sich zurückgezogen hatte,noch mehr Gnade als zuvor, so lange er Minister war.

Die Vorsehung hatte Voisin in seiner Frau einenotwendige Stühe gegeben. Er mar Maitre des Re»gueteS geworden, ehe er Zeit gehabt harte, in den Tri-bunalen zu lernen. Er wurde gleich daraufIntendant,und blieb vollkommen unwissend. Ueberdieß war erein trockner rauher Mann, ohne Feinheit und Lebens-art, und ganz verwöhnt wie die meisten Intendanten,besonders die der größeren Districke. Er hatte nicht soviel äussere Bildung, aber eben so viel Scolz und Un-verschämtheit, wie jene. Niemand war, und bliebsein ganzes Leben hindurch, von Kopf bis zu Fuß einso vollkommener Intendant, wie er, dem die bloßerohe Autoritär alles zu thun, und auf alles zuantworten, erlaubte. Diese war fein Gesetz undseine Propheten, sein Codex, seine Gewohnheit,sein Recht, mit einem Wort sein Gnindprincipund sein Alles. Auch besaß er die gewöhnlichenEigenschaften eines Intendanten in einem sehr her-vorstechenden Grade. Er war oberflächlich, in seinenGeschäften zwar emflg, aber bis ins Kleinlichte wcit-läuftig; er sah und that alles nur durch sich selbst;ausserdem war er trotzig und so sehr ohne alle gesellschast-liche Bildung, daß er, auch als Sraatsrath und hernachals Minister, unfähig war, in seinem Hause die Hon-neurs zu machen.

Die Hofmanncr, der hohe Adel, die Generaleund Privatleute, welche an die freundliche Aufnahme,an die Gesprächigkeit, an die Geduld alles anzuhörcn,an das sanfte abgemessene, höfliche und anständige Be-tragen von Chamiliart gewöhnt waren, der sogar auf

zu-