war, ersetzte dis größten Verdienste. Die Seltenheitder Besuche machte, daß man sie mehr wünschte, unddaß Frau von Maintenon ihrer artigen Wirthinden angenehmen Vorwurf machte, sie seye die ein-zige Person, die sie nicht mit sich familiär habe machenkönnen. Sie fand dagegen wirklich desiomehr Geschmackan, der Unterhaltung und an dem ganzen Wesen der-selben. Madame Voisin mischte sich in nichts, auchnicht einmal, nachdem sie mehr eingeweiht war. Siegesielter Frau von Maintenon, nach dem langen Auf-enthalt bei) ihr, so wohl, daß sie ein ernstliches Ver.krauen zu ihr faßte, und ihr befahl, sie mochte sie je-desmal besuchen, wenn sie nach Paris komme. Die-sen Befehl schien sie noch mehr aus Gehorsam alsaus eigenem Drang zu befolgen, und durch diese ehrer-bietige Bescheidenheit gewann sie Frau von Mainte-non immer gewisser.
Durch die Reise nach Flandern im Jahr r6yz.erhielt diese Freundschaft einen neuen Zuwachs. Diesverschaffte Voisin im nächsten Jahr die Stelle alsStamSrath. Auch nun, da er sich beständig in Pa-ris au/Hreir, beobachtete seine Frau dieselbe Zurückhal-tung gegen Frau von Maintenon, kam nur seltenzu ihr, und fast nie ungefodertö
Als sie nach und nach vertrauter geworden war,kam sic zuweilen, wie aus Dankbarkeit und Anhäng-lichkeit, von selbst, doch so selten als möglich, so daßihr Umgang lange unbekannt, und gegen Neid, übleErklärungen und Nachreden gesichert blieb. Auf eineeben so femo Art, nur nach den Umständen verändert,wußte sie ihre in Flandern gemachte Bekanntschaftenmit den vornehmsten Ossizieren, auch sogar mir Mon-scigneur, welcher im Jahr 1694 daselbst commandirtharte, zu benutzen. Herr von Luxemburg der als Ge-neral