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mächtige Cabale, von der er blind geleitet, weder aufdie läge in Italien, noch weniger auf die in FlandernRücksicht nahm, brachte ihm nachher nicht den ge-ringsten Vortheil. Herr von Vendöme war verloren,Herr von Vaudemont ging cs auch nicht viel besser,weil er zu viel verlangt hatte. Man weiß, wie Fräu-lein von Lillebonne dieß gegen Fraulein von Choinund ihn benutzte, eben so ihre Schwester, welchemit ihr und Herrn dü Maine eines Sinnes war, unddie Gunst der Frau von Maintcnon zu nörhig hatte,als daß sie ihr nicht auch Chamillart noch hätte auf-opfern sollen, nachdem sie ihr ihre eigene Mutter auf-geopfert hat. Chamillart hatte noch ein Unglück, vaSfür einen Minister sehr bedeutend war. Er war mitPersonen umgeben, die keinen Kopf hatten, und sichbey Hof und im gewöhnlichen Leben, nicht einmal diegemeinsten Kenntnisse erworben hatten; ferner hattensie wie er, etwas lächerliches, und ungeschicktes in ih-rem Sprechen und Betragen, was beynah eben soschlimm ist, als Mangel an soliden Kenntnissen. Sowaren seine beyden Brüder; auch sein leiblicherVetter le Reboues, und Gayet der Schwager seinesBruders, den er zum Aufseher der Finanzen gemachthatte, waren so, nur dabey noch höchst unverschämt.
Seine beyden jüngeren Brüder, waren die bestenMenschen von der Welt. Die Herzogin von Lorgeshatte Verstand, allein sie ließ sich von mancherley Thor-Heiken, und dem Hang zu Vergnügungen so sehr beherr-schen , daß sie auch in ihrem Unglück sich kaum davonlosmachen konnte. Die älteste Schwester war die Ein-zige welche Geist und Klugheit besaß, und sich zu betra-gen wußte. Sie erwarb sich allgemeine Liebe, Achtungund Theilnahme; aber außerdem daß sie nicht alleswußte und sah, fehlte es ihr auch noch an Kraft die