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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
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Es ist kaum zu begreifen, wie viel Chamillaredieser Stadt geschadet hat, der feine Normann hattesehr richtig berechnet, daß diese auffallende gutgehaiteneZusammenstellung Chamillart lächerlich machen, undihm unendlich nachtheilig sein mußte. Selbst der Kö-nig erfuhr es, so wie noch viele andere Personen, wel-che eben so darüber urtheilten.

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Chamillart war ein sanfter, einfacher, gefälligerund Wahrheitsliebender Mann. Er arbeitete sehrviel, und liebte den König und den Staat wie seineGeliebte. Er war treu gegen seine Freunde, die ecaber nicht zu beurtheilen wußte; hatte durchaus keinenHaß gegen andere, und ging unbekümmert den gera-den offenen Weg, welchen er für den besseren hielt.Bey weniger Einsicht war er im höchsten Grade eigen-sinnig und glaubte sich nie betrügen zu können. Erhatte in allem ein unbegrenztes Selbstvertrauen, undsetzte einen Stolz darein, sich als ein rechtschaffenerMann, außer der Frau von Mainkenon, um nie-mand bekümmern zu dürfen; an der Gnade des Kö-nigs hatte er ohnehin nie gezweifelt.

Bey diesem Glauben, und seiner wenigen Kennt-niß von dem Hofe, an welchem er lebte, zog er sichvollends durch dis Verheurathung seines Sohns, denUnwillen desselben zu; welcher noch durch seine eigen-sinnige Vorliebe für Herrn von Vendöme und die Zu-rücksetzung des Herzogs von Bourgogne vermehrtwurde, in welchem Fall er wie ein Blinder nur durcheinen andern sah. Endlich reizte er ihn durch seinesiebe für den Staat, die Person des Königs und seinenRuhm, wissentlich gegen sich auf, indem er den Vor-schlag machte, Vendome solle Lille wieder erobern. Diese

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