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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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andere zurückzuhalten und zu beherrschen, und dieRathgeberin ihres Vaters zu seyn, welcher keinesRaths zu bedürfen glaubte.

Frau von Chamillart brachte ihre Morgenstun.den in Gesellschaft ihres Tapezierers und ihrer Nähe-rin, den Nachmittag aber beym Spieltisch zu.Sie wußte kaum zwei) Worte zu sprechen, war in al-lein völlig ununterrichtet, und dabey eben so selbstzu-frieden als ihr Gemahl. Wenn ste höflich seyn wollte,so machte ste sich zum Gespötte, ungeachtet ste die besteFrau von der Welt war. Sie war zu dumm, umihre Töchter in Ordnung zu halten, und ihnen nurdie geringste Erziehung zu geben. Unfähig ihre öko-nomische Geschäfte selbst zu besorgen, mußte ste sichihrem Verrer dem Abt de la Proustiere, völlig über-lasten, welcher darinn eben so unerfahren war als ste,und ihre Finanzen in Unordnung brachte.

Montag früh erfuhr man, daß Frau von Main-tenon gesagt habe, Chamillart sey den Abend vorherabgesctzr, und Boistn ihre Creatur an dessen Stelleernannt worden, und dieser habe dieses Glück aus ihrerHand empfangen. Er hat bis an den Tod des Königseine so bedenkende Rolle gespielt, daß ich eine Schil-derung von ihm und seiner Gemahlin machen werde,welcher er sein Glück zu verdanken hatte.

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Voistn besaß gerade die wesentlichste Eigenschaft,ohne welche niemand während der ganzen Regentschaftvon iudwig dem XIV. ins Conseil kommen konnte, undgekommen ist; nehmlich die absolute und vollkommeneGemeinheit. Nur der Herzog von Beauvilliers kann hie«von ausgenommen werden; denn der Herr von Chevreuse

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