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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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benutzen ssollen, um sich alles anS dem Wege zuschaffen.

Diese Politik wurde unterstützt durch den persön-lichen Haß der Frau Herzogin, der sich auf den Un»rerschied deS Rangs gründete, an den die Prinzen vonGeblüt sich nicht gewöhnen konnten, noch mehr aber,weil sie ihre veralteten Reize zurückgesetzt sah, (eineSünde die das weibliche Geschlecht nie vergeben kann);und endlich durch die Eifersucht über das Cvmmandoder Armeen, obgleich sie den Herzog von Orleansnicht liebte, indem er sich gar keinen Zwang anthak,und sich alles, auch das Schlimmste zu sagen und zuthun erlaubte. So wurde nun bekannt gemacht, derHerzog von Orleans habe sich einen Anhang zu ma-chen gesucht, um sich auf den Thron von Spanien zuschwingen, und Philipp den V. unter dem Vorwandseiner Unfähigkeit, der Herrschsucht der Prinzessin vonUrsini, und der Trennung von Frankreich, das seineTruppen zurückzog, herabzustürzen. Man sagt, derHerzog von Orleans habe mit Stanhope wegenSchußes vom Erzherzog in Unterhandlungen gestanden,in der Voraussetzung, England und Holland werdenicht viel daran gelegen seyn, wenn er in Spanien re-giere, vorausgesetzt daß der Erzherzog über alles, außerdem festen öande Spaniens Herr bleibe, und daß der bloßeBesitzer von Spanien ihnen angehöre, durch sie gewähltwerde, von ihnen abhängig bleibe, und, von welcherGeburt er auch fe»n möge, ein Feind von Frankreichoder doch wenigstens von ihm getrennt sey. DieseBehauptung fand bey dem größten Theil Eingang.

Einige aber giengen noch weiter, und behaupte-ten der Herzog von Orleans wolle vom Kaiser unter-stützt, in Rom seine Ehe als schändlich und gezwun-gen, auslößen, seine Kinder folglich für Bastarde er.klären lassen, um die Schwester der Kaiserin, Wittwe

Carls