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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
265
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ganz heimlich zu übergeben befahl. Auf diese Arterfuhr der Prinz diese Begebenheit sechs Tagefrüher als der König und jedermann. Er hielt es sogeheim, daß er sogar mir nichts davon sagte. Ichweiß nicht welchen Gebrauch er indessen von die-ser frühen Nachricht machte.

Den i 2 . Julius kam die Nachricht durch dengewöhnlichen Curier von der Spanischen Armee, anden König. Dieser thcilte sie dem Neffen mit, wel-cher den Erstaunten machte, und Zeit gehabt hatte,sich dazu vorzubercitcn. Er antwortete dem König:es seye sonderbar daß man auf diese Art einen von sei-nen Leuten arretirt habe. Da er die Ehre habe mitihm so nahe verwandt zu seyn, so käme cs Sr. Ma-jestät zu, den Grund davon zu untersuchen, ihm aberzu erwarten, welche Gerechtigkeit und welchen Schuhder König ihm verschaffen wolle. Der König sagteihm hierauf: es seye wahr, die Beleidigung falle mehrauf ihn; Er werde Torcy Befehl geben, deshalb nachSpanien zu schreiben.

Man kann sich leicht vorstellen, welches Aufsehndiese Geschichte in Spanien und Frankreich machenmußte; allein so groß dies auch war, so war es dochmit dem über die Folgen davon nicht zu vergleichen.Ich sprach damals mit dem Herzog von Orleans dar-über. Er schien alles von der Wirkung des Briefesvom König zu erwarten. Bey dieser Gelegenheit er-kundigte ich mich nach Renaut, und erfuhr, daß er,seit seiner Antwort auf den Befehl zu seiner Zurück-kunst nichts von ihm wisse, daß Flotte ihn weder un-terwegs, noch in Madrid angetroffen habe, und mannicht wisse was aus ihm geworden sey.

Alles dieses schien mir verdächtig, und ich vcr«rmrthete, daß mehr hinter dieser Geschichte stecke, daß

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