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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
256
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zog von NoailleS ihm in seine Dienste gegeben hatte,und den er oft als Secretair gebrauchte. Er solltejetzt in seiner Abwesenheit die für den nächsten Feldzugerforderlichen Vorbereitungen betreiben, und ihm da-von Nachricht geben, damit er Mit dem Gangderjenigen Dinge bekannt bliebe, die er zu wissenwünschte.

Auch Graf von Chakillon, sein erster Cammer,sunker, ein armgewordener Edelmann, Vater de-Herzogs von Chatilion, welcher gegen alle seine Er-Wartung ein so großes Glück machte, blieb in Spanienzurück, unter dem Vorwand, sich eine Reise von 600Meilen, die er in so kurzer Zeit machen müßte, zuersparen, eigentlich aber um der Prinziffin von Urstniden Hof zu machen, und eine Grandezza durch sie zuerlangen.

Jener Renaut, den ich nie gesehen habe, war,wie man mir sagte, ein drolligter, aber unternehmen,der und rhätiger Man», dem es nicht an Kühnheitund Schlauheit fehlte. Allein man wird bald sehen,daß dieß nicht das Urtheil der Parthey war. Gegendas Ende des Winters fragte der König seinen Nef-fen: was an diesem Renaut sey, und warum er ihnnicht zurück gebracht hätte? es würde sehr gut seyn,setzte er hinzu, wenn Sie ihn zurückberiefen, weil eS einunternehmender Mann ist, der sich unvorsichtig unterdie Feinde der Prinzessin von Urstni mischte, und siedadurch ärgerte. Der Herzog von Orleans antwor-tete dem König: er werde dem Renaut aufgeben, wie-der nach Frankreich zu kommen, und dieß chat erauch wirklich. Renaut meldete ihm hierauf: er wer-de sich zur Rückreise vorbereiten, und der Herzog vonOrleans -achte nicht weiter daran.

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