endlich viel verliere. Ich versicherte ihn, man halteihn für einen Mann, der von der Sucht zu herrschengetrieben und gequält Werve, zwar nicht aus persönli-chem Ehrgeiz, sondern erst durch Vorhersagmigen, dieihm angegeben worden scyen, dazu verleitet. Darannähmen gewisse Leute ein großes Aeraerniß; anderedachten bloß verächtlich davon; alle aber stimmten dar-in überein, daß solche übermüthiqe Gedanken we-der einem vernünftigen Mann, noch weniger aber ei-nem guten Unterrhanen geziemten. Eben daher, sagteich ihm, fey jenes Gerückt wegen Spanien, mit allennachrheiligen Urchcilen und Folgerungen darüber ent-standen , so wie noch manche andere Dinge, die ichihm nicht gerne zu offenbaren aus mich nehmen möchte.
Er drang in mich, dies zu thun; und dies war eSauch, was lch wünschte. Nachdem ich mich lange ge-weigert harte, um seine Neugierde zu reizen, und ihnauf abscheuliche Beschuldigungen vorzubereiten, sagteich ihm: Da er es mir befehle, und sein gegcnwärti-ger Zustand erfordere, daß er alles wisse, sogar das,waS niemand das Her; haben würde ihm zu sagen; soeröffne ich ihm hiemir folgende Beschuldigungen gegenihn, welche theils von boshaften Personen, theils vonsolchen herrühren, die wegen der Entfernung sei» Ge-mürh gar nicht kennen.
Man behaupte: Er siehe mit dem Wiener Hofm einem Verstandniß, um die verwittwete Königinvon Spanien zu Heurathen, deren Schätze von Geldund Edelsteinen ihm den Weg zum Spanischen Thronbahnen sollten, ohne die Alliirten zu sehr vor den Kopfzu stoßen. Um dieß zu erreichen, würde er seine Ge-mahlin verstoßen. Durch das Ansehn deö Kaisers,der "den Papst so sehr in Schrecken gesetzt hatte, undin Rem allmächtig war, wolle er seine Ehe, als ent-ehrend