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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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bleiben konnten. Ich wusste die Befehle deS Königs,in Rücksicht auf sie; ich war der redlichste Freund vonVeyden; ich wünschte ihre Eintracht,'weil ihr gegen-seinges Glück, vorzüglich aber das Glück des Herzogsvon Orleans, darauf beruhte, und theilte daher die-sem alles mit. was dazu beytragen konnte. Ich hattewahrend des kurzen Aufenthalts des Herzogs von Or-leans zu Paris zwischen seinen beyden Reisen nach Spa-nien, diese Absichten zu unterstützen gesucht, und ihm,wegen der Verbindung der Prinzessin von Ursini mitder Königin von Spanien, so wie mit der Frau vonMaintenon hier, die Wichtigkeit davon sehr nachdrück-lich vor Augen gelegt.

Es gieng auch alles gut zwischen ihnen, bis zuseiner Zurückkunftvon Spanien, wo er unzufrieden überdieNachlässigkeit der Anstalten für den nächsten Feldzugwurde, um den er sich vor seiner Zurückkunft so ernst-lich 'kümmert und so schöne Versprechungen dafürerhalten hatte. Sehr aufgebracht, daß gerade ebendiese Mangel, welche ihm beym vorigen Feldzug soviel geschadet hatten, ihm auch beym nächsten großenNachtheil bringen würden, äußerte er sich laut beyder offenen Abendtafel hierüber; wodurch er sich diePrinzessin von Ursini und Frau von Maintenon zu un-persönlichen Feindinnen machte.

Das gute Vernehmen zwischen ihm und der Prin-zessin von Ursini schien übrigens doch noch immer fort-zudauren, ungeachtet seine Foderungen um LebenSmit-tel und andere Bedürfnisse für die Armee zu öfterenStörungen Anlaß gaben. Er bemerkte an andernkleinen Vorfällen, daß mau ihm zu schaden trachtete,und er nöthig habe, mehr auf seiner Hut zu seyn. Ichbenachrichtigte ihn auch sogleich warnend von dem hierverbreiteten Gerüche, welches ihn einer zweydeutigen

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