Madame, dastich Sie bitte, seiner Leidenschaft, sie magseyn wie sie will, nicht entgegen zu seyn. Wir sind seinemMut!), seiner Klugheit und Standhaftigkeit die wichtigenEroberungen von Lerida und Tortosa schuldig, und es ist füruns nüthig, dasi ein neuer Eifer ihn für den nächsten Feld,zng anfeuere. Diese Gründe sind sehr bedeutend, Madame!und icb glaube, unter gewissen Umstanden darf man wohl denGegenstand, auf den eine Gnade fällt, vergessen, wenn der,welcher sie erbittet, unendlich mehr verdient.
(23. Jan.)
Madame! nicht mehr über den Herzog von Don«gogne nehmen sich die Offiziere die Freiheit, losziiziehen;ihr ganzer Zorn fällt auf den Herzog von Vendome. Mirscheint, es wäre besser, wenn sie weder gegen den einen nochden andern sprächen und keine Streitigkeiten veraniaßlen,indem sie Partyepen machen.
(24. Iunii.)
Ueber die Absetzung des Herrn von Chamillard.
-> Wenn er auch weiter keinen Vorzug hätte, als seineGutmüthigkeit, so wäre es schon genug für das, was er zuthun hatte, und um den Krieg zu führen und die Finanzenseit so vielen Zähren zu besorgen,, wo die besten Köpfe kaumhätte» widerstehen können, besonders zu einer so schrecklichenZeit, wie die war, in weicher er an dem Ministerium Theilgenommen hak.
O Julii.)
Madame! ich fetze viel Zutrauen in einen General, derden Muth nicht verliert, auch wen» er an Macht zurückstethen müßte. Der Herr D.arschall von Villars, welcher denKrieg und Ruhm liebt, schmeichelt sich, das Glück werdeihm eben so günstig seyn, als vielen andern, welche wenigerstarke Armeen rvmmandirt, und dennoch gesiegt.haben.Warum sollte dieß nicht auch geschehen können?