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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
239
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23 !)

Majestäten und S. Königlicke Hoheit haben sich zärtlich um»armt; Auch bin ich überzeugt, daß der Herzog von Orleansmein Freund ist; wenigstens hat er mich dessen versichert.

(y- Dezember.)

Die Unverschämtheit, mit welcher man überall und aufalle Art einen so verehrungswürdigen Prinzen, wie der ^>er«zog von Bourgogne ist, tadelt, verdiente exemplarisch be»straft zu werden, und nichts scheint mir gefährlicher, alsHofcabalen, durch welche man die Gebieter anzuschwärzensucht. Wenn die Urheber derselben aus redlichem Eifer fürden Staat und den König handelten, so würden sie es diesemMit edler Kühnheit und Standhaftigkeit sagen, wo etwas inseinem Dienste versehen wird, öffentlich aber alles unterstürhen, was zu seinem Ruhm dient, anstatt daß sie nur allesradeln, was man thut, ohne die Gründe zu wissen, welcheman dafür gehabt har.

-Wie kann man gegenwärtig, wo die Rede davon ist, ei«nen König zu entthronen, einem andern seine Macht zu neh«men, überhaupt wo die wichtigsten Dinge vergehen, sich mitdem Herrn von Cambray, den Jesuiten, den Freydcnkcrnund den Zansenisten beschäftigen? Es wäre besser, wennman nur an den Krieg dächte, dis Feinde zu überwindensuchte, und beherzigte, daß dadurch, wenn man eine so ge«rechte Sache unterstühte, der Wille Gottes befolgt würde.

(21. Dezember.)

Madame! ich freue mich sehr, daß der Herzog von O»Irans mit mir zufrieden zu seyn bezeugt. Ich habe alles ge»than, mir sein Wohlwollen zu verdienen, und werde auchin Zukunft eine aufrichtige Verehrerin und Anhänge«» Sr»Königlichen Hoheit bleiben.

(S. Jan. 1709.)

Se. Königliche Hoheit wünschen mehr als jemals denfür Fräulein von Serry verlangten Titel zu erhalten, und ichbin gewiß, der hiesige Hof könnte ihm keinen angenehmerenBeweis seiner Erkenntlichkeit geben, als wenn er sich für denAbschluß dieser Sache verwendet. Erlauben Sie mir daher,

Madame,