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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
236
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mir antwortet, um Ihnen hierüber mehr Aufschluß geben zukönnen. Ich kann Ihnen zum Voraus sagen, daß ich glaube.So königliche Hoheit werden mit meinem Betragen zufrierden seyn. indem -ch alles gethan habe, ihm gefällig zu seyn,und ihm meine Achtung und Zuneigung zu beweisen. Auchder König und die Königin haben ihm von ihrer Seite allemögliche Beweise ihrer Freundschaft und Dankbarkeit gegeben.Es wäre sehr unangenehm, wenn der Prinz, nach allem diersem, doch Ursache zu haben glaubte, darüber unzufriedenzu seyn.

Nichts ist treffender, als das, was die Herzogin vonBoirrgogne Monseigneur geantwortet hat. Sie zittere vorFurcht, der Herzog von Bvurgogne möchte dem Feind entgergen rücken, und eben so sehr dafür, daß ec es unterlassenmöchte.

(12. Nom)

Ueber die Einnahme von Lille.

Dis Uneinigkeit unter den Generalen war schuld, daßalle gute Anordnungen zu spät gemacht wurden. Mankann bch nicht enthalten, lzu sagen, daß einem darüber dasHerz blute. Unsere Nation hat sich so ganz verändert, daßman sie gar nicht mehr erkennt. Ehemals handelte sie nuraus Ruhmbegierde, und gegenwärtig scheint sie gar keinenSinn mehr dafür zu haben, nur ein unthätiges Leben zuwünschen, oder mit Vergnügungen sich zu beschäftigen, dieihren Pflichten ganz entgegen sind. Der König hat an Phi-lipp den V. geschrieben, der Vorfall bcy Lille würde denFrieden entfernen, und sie beyde würden neue Kräfte aufbie,len müssen, um den Krieg sorlzusehen, und die Krone vonSpanten zu befestigen.

Se. Catholische Majestät werden über die Aufrichtigkeitdieser Erklärung sich keinen Verdacht erlauben, als ob etwader König Lie bloß dadurch hinhalte, um nachher einenTrackal zu schließen, wie der von Mailand war, von wel»chem cr, wie es Ihnen/Madame, bekannt ist, durchausnichts wußte.

Wir wissenoch nicht, ob der Herzog von Orleans nachMadrid kommen wird, ehe er nach Frankreich zurückgeht.

Da