mittel, viele Canonen und Mörser, und 402 Mil-liers Pulver.
Boufflers, welcher nach Flandern zurückgekehrtwar, hatte im Sinn, Gent zu befreyen, indem er die,durch Flüsse von einander gctheilte feindliche Standla-ger überfallen wollte. Allein es blieb bey dem bloßenVorsatz; denn er hatte nicht einmal Zeit an der Aus-führung zu arbeiten. La Motte war so bestürzt, daßer den Kopf ganz verlor. Er ließ sich durch einenSchweizer-Hauptmann zur Uebergabe bereden, undcapitulirte nach Verfluß von drey Tagen. Die ausS9 Bataillons und mehreren Dragoner- Regimenternbestehende Garnison zog den 29. December insgesammtaus der Festung. Sie ließen achtzig Milliers Pulver,4000 doppelte Musketen und viele Canonen zurück.
Capres, General-Lieutenant der spanischen Trup-pen, ließ sich nicht zur Unterzeichnung der Capitula-tion bewegen, und seinem Beyspiel folgten noch vieleandere. Der König, von dieser Sache unterrichtet,schickte einen Lettre de Cachet an den Grafen von LaMotte, durchweichen er in seine Heimat, nahe beyCompiegne, verwiesen wurde.
23.
Der von Natur schüchterne Besons, welcher im-mer, entweder zu mißfallen oder nicht zu reüssirenfürchtete, versäumte seiner Seitö (.in Spanien) wiederdie schönste Gelegenheit, die Feinde bey ihrem Ueber-gang über die Segre zu schlagen. Man drang in ihn,er möchte sie benutzen; er wollte es auch thun, hakteaber nicht den Muth dazu, und das Ende von allemwar, daß er seine Truppen wieder nach Frankreich zu-rückführte.