den und dort commandiren zu dürfen, bis der kom-mende Frühling die Eröffnung des Feldzugs erlaube.
Indessen war BoufflcrS aufs Aeußsrste gebracht,und konnte die Vollziehung der erhaltenen Ordre zurCapirulation nicht länger ausschicben. Er ließ alsoSchamade schlagen, und erhielt durch seine Capitulartion, welche den yten ohne alle Einwendungen unter-zeichnet wurde, alles, was er verlangte. Der PrinzEugen überhäufte den Marschall mit Höflichkeit undEhrenbezeugungen. Der König ernannte ihn zumPair, und ertheilte seinem erst lojahrigen Sohne dieAnwartschaft auf das Gouvernement von Flandern, sowie auch auf die Besoldung von dem besondern Gou-vernement von Lille, welche sich auf 200,002 Livresbelief. Außer dem ertheilte der König dem Marschallauch noch den Zutritt zu ihm, so wie ihn nur die er-sten Cammerherrn haben, und fügte zu diesen ganzbesonderen und seltenen Gnadenbezeugungen noch hin-zu, ihm zu sagen: wenn er irgend noch etwas wün-sche, das ihm Vergnügen machen könne, so würde eres ihm sogleich gewähren.
k
22 .
Die Murten suchten den sehr glücklichen Erfolgder Belagerung und Einnahme von Lille zu benutzen,um sich immer weiter auszudehnen. Sie unternahmendie Belagerung von Gent, und öffneten die Laufgrä-ben in der Nacht vom 24. aus den 2;ter> December.La Morre commandirte daselbst. Frau von Ventadour,die ihn gerne zum Marschall von Frankreich erhobensehen wollte, harte ihm auch noch diesen Posten zu ver-schaffe» gewusst, wo er im VerthcidigungSkrieg sich zei-gen sollte. Die Festung hatte, sowohl für die Gar-nison, als für die Einwohner, auf 2 Monate Lebens-
mittel,