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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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gen; er war der Meinung, man verliere durch zu weitgetriebene Vorsicht, zu viele Gelegenheiten, Key de-nen man sich Ruhm erwerben und nützlich werdenkönne. Der Marschall hingegen war zwar von Na-tur unerschrocken, aber aus Verstand sehr bedäebUich;er wußte kaum je genug Vorsichtsmaasregeln und Hülfs-niittcl aufzufinden und bereit zu halten. I» dieserRücksicht paßten diese beyden Feldherrn nicht gut zu-sammen. Allein der Prinz hatte das wirkliche Com»mando, und der Marschall handelte mit. einer so stren»gen Gewissenhaftigkeit, daß er sich begnügte, alleseine Gründe gegen eine Meynung, welcher er nichtbeystimw.cn konnte, angegeben zu haben, und als-dann dennoch alles zur Ausführung beyzutragcn.Er wurde dadurch nie mißmuthig, sondern unterstützteauch etwas, das gegen seine Meynung war, eben soeifrig und thätig. Bey unvorhergesehenen Schwie-rigkeiten sann er auf neue Mittel, ihnen abzuhelfen,und suchte von seiner Seite alles so gut anzuwenden,wie wenn er selbst der Urheber eines Plans gewesenwäre, welcher, unerachtet seiner Einwendungen, inAusführung gesetzt wurde. Dieses Zeugniß hat ihmder Herzog von Orleans mehrere male gegen mich ge-geben, und eS ist um so bedeutender, da es von ei-nem Manne kam, welcher neuerlich um die Hoffnungeines großen Siegs gekommen war, von Natur abervielen Eigensinn und Eingenommenheit für seine ei«gene Meinung hatte. Nach den Schilderungen diemir dieser Prinz dennoch öfters von Berwick gemachthat, war dieser sanft, zuverlässig, treu, und ein Mannder, ohne Rücksicht auf sich selbst, nur Vas Wohlder Sache wünschte, und sich, wo er es für nöthighielt, unsägliche Mühe gab. Auch hat mir der Her-zog von Orleans öfters gesagt, Berwik seyc, ungeach-tet sie stm Kriege von ganz verschiedener Gemüthsart

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