Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
164
Einzelbild herunterladen
 

l64 l--------

wurde zum Brigadier ernannt. Silly war den 26kmApril, den Tag nach der Schlacht, mit Tages An-bruch abgereist, und kam gerade hieher, ohne Madridzu passire». An demselben Tag (den 26.) traf derHerzog von Orleans bey der Armee ein, welche aufbequemen Wegen gegen Valenzia marschirte, und sichnicht von unfern Magazinen entfernte. Man erfuhran diesem Tage, Galloway und Las-Minas seyen sehrgefährlich verwundet, und die ganze Armee zerstreut.

Der Herzog von Berwik gieng dem Herzog vonOrleans mit einem starken Detaschemcnt entgegen,fürchtete aber, nicht gut von ihm ausgenommen zu wer-den , weil er die Schlacht ohne ihn ausgeführc hatte.Nach der Schlacht bey Turin war dieser unangenehmeZufall für Orleans eine zweyte Mischung von Glück undUnglück anderer Art. Alle die ihn liebten, beklagtenes und sogar das Publikum schien Antheil daran zunehmen. Die Offenheit, mit welcher der Herzog vonOrleans dem Marschal! begegnete , und daß er ihmsogleich sagte, er wisse schon, wie er alles mögliche ge-than habe, um ihn noch zu erwarten, beruhigten diesen wieder. Er ließ ihm alle Gerechtigkeit wiedcr-fahren; dennoch war er über sein Unglück sehr bctrc-ten, das er auf alle Art zu vermeiden gesucht hatte,indem er bloß deswegen, gegen alle Schicklichkeit sichnicht zu Madrid verweilt harte. Er war endlich mitRecht überzeugt, daß es unmöglich gewesen sey, län-ger auf ihn zu warten, da der Feind sogar bis zumLager des Marschalls vorgedrungen war, um ihn zuattakiren. Der Marschall war also völlig bey ihmgerechtfertigt, und von der Zeit an blieben sie herzlicheFreunde.

Sie waren indeß nicht immer gleicher Meynung.Der Prinz war unternehmend, und zuweilen verwe-gen;