erwarben ihm eine Belohnung von yvoyo. Livr. Pen-sion. Die Prinzessin von Urstni ließ ihm und derFrau von Vaudemont, unerachret deS schleä)ten Zu-sicinds der spanijeben Finanzen, eine Pension vonlyo.o o Livr. anwclsen, um dadurch der Frau vonMaintenon gefällig zu seyn., und ihr zu erkennen zugeben, wie viel sie über sie ve.rmöge, noch mehr aber,um ihre eigene Macht zu zeigen.
Alle diese Gunstbezeugungen konnten dennochVaudemonts Anhänglichkeit an daS Haus Oesterreichnicht vermindern, von der er bey allen Gelegenheitendie ausgezeichnetsten, aber sehr geheim gehaltenen Be«weise gab. Er verlangte Mehreremal zum Ordensrit-ker ernannt zu werden.- Nachdem cS ihm öfters ab,geschlagen worden war, wurde ihm endlich sein Ge-such erfüllt, wiewohl sehr ungern; weil nach den Sta-tuten des h. Geist Ordens, jeder Bastard, nur mitAusnahme der königlichen, davyn ausgeschlossen ist.
Die vernünftigeren und rechtschaffeneren Perso-nen am Hof, billigten ganz und gar nicht, daß manVaudemvnt bey Hof so sehr hervorzog, und ihn durchso glänzende Belohnungen, in so großes Ansehenfegte. Besonders aber waren die Spanier, unddie, welche in Italien unter ihm gedient hatten, sehrdarüber aufgebracht. Sie konnten nicht begreifen,wie dieser von der ganzen Welt verachtete, von denHolländern losgekaufte Mann, ein Vertrauter vonKönig Wilhelm, ein Anhänger des Hauses Oesterreich,ein so ergebener und thätiger Freund aller persönlichenFeinde des Königs, der ihnen vielleicht indeß noch be-deutendere Dienste geleistet hatte, seit die wichtigenStellen, die er ihnen schuldig war, ihm äußerlich dieMiene gaben, als ob er zu der cntgegengesehten Par-tey übergegangen wäre; — Sie konnten nicht begrei-fen,