—141
sich gefangen geben. Man erfuhr ferner, daß Turmnur noch auf 4 Tage Pulver gehabt hatte. Kur;; alleUmstande vereinigten sich zu ihrem unerwarteten Glück,so wie zu unfern, Unglück. Ec! bedurfte einer solchenKetre von Wundern, um eine Wirrung dieser Arthcrvorzubringen. Nur ein einziges Glied hätte fehlendürfen, so würde ihre ganze Unternehmung gescheiterthaben, deren glücklicher Erfolg zuerst auf Vendome's,dann auf Marchin's, und endlich vollends auflaZeu-illade'S Schande beruhte.
Als der gefangene Marchin, mit einem Adju-tanten und zwei oder drei Bedienten, auf ein entfern-tes kleines Vorwerk gebracht worden war, fragte er:ob der Herzog von Orleans gctödtet sey? Hieraufschickte er nach einem Beichtiger, dictirte diesem etwasüber den Hergang der Begebenheit, und starb in derfolgenden Nacht. Man fand unter seiner, Papierenunzählige Elendigkeiten, und eine Menge mehr alstoller Plane, übrigens aber eine große Verwirrungseiner Angelegenheiten. Er hinterließ 6 mal mehrSchulden, als er Vermögen hatte, lind je hätte be-zahle» können.
Zum größten Unglück hakte dis Armee, bey die-sem schrecklichen Rückzug, kein Brod. Der erzürnteHerzog von Orleans, war der einzige, der an allesdachte, und von niemand unterstützt wurde. Er mach-te Halt, um den Nachtrag seiner Truppen zu erwar-ten, und ihnen Brod zu verschaffen.
So bald welches gebacken war, vertheilte er eSUnter ein starkes Dedaschement, und befahl Villerayö,sich mit diesem, des Schlofseg von Bar zu bemächti-gen, als dev einzigen noch übrige» Paffage, wodurchdie Communicativn, und die Rückkehr nach Italien,
über