Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

i4ü

Armee und dem gleichfalls vonns besetzten Savoyengestanden Härte und ihm also kein Ausweg möglich ge-wesen wäre. Hierüber war der Herzog von Orleansvollends aufs höchste aufgebracht, als er zu Oulr, mit-ten auf den Alpen ankam. Dort war er in Sicherheitund blieb, weil der Zustand seiner Wunden ihm nichtweiter zu gehen erlaubte, Daselbst.

Der König erhielt diese schreckliche Botschaft zuVersailles den i4ten September, ehe er vom Betteaufstand.

Bey diesem plötzlichen Rückzug marschirte dieArmee m zerstreuten unordentlichen Colonnen gegenPignerol zu. Durch die öfters veränderten Anordnun-gen kamen die Gerätschaften, ohne daß man es ge-wahr wurde, unter die Arriere-Garde, und wurdenzum Theil geplündert, zum Theil gierigen sie auf denGcbürgen verloren. Man übergab daher Albcrgotti,dessen Truppen bekanntlich nicht gefochtcn hakten, dasCommando über den Nachtrab, welches er, uncrachtetder nächtlichen Dunkelheit, der beschwerlichen Eng-passe, der Unordnung, und der Länge des NachzugSsehr gut besorgte.

Die Feinde verhielten sich ganz ruhig. Sie be-gnügten sich mit einem sy unerwartet glücklichen Aus-gang, den sie selbst kaum glauben konnten, und daihre Armee erschöpft war, so siel cs ihnen um so we-niger ein, den Rückzug zu stören. Man hat nachherbestimmt erfahren, daß Prinz Eugen ganz entschlossenwar den Angriff aufzugebsn und sich zurückzuziehen,wenn GucrchoiS noch den vierten Angriff ausgehaltenhätte. Von diesem überwältigt, mußte GucrchoiS durchdie unerhörte Feigheit des Brigadiers und der Briga-de, die ihm den Veystand verweigerten, unterliegen und