Meynungen knechtisch; und so wurde durch diesesMittel gerade das Uebel unheilbar.
Der Herzog von Orleans sagte sich feyerlich vonallem daraus enrstehenden Unglück los, und erklärte:da man ihn über nichts Herr seyn lasse, so sey er auchpicht verpflichtet, den Schimpf, welcher der Nationund ihm selbst drohe, zu theilen und zu ertragen. Erverlangte seine Post-Chaise, und wollte im Augen-blick die Armee verlassen. Marchin, la Feuillade, unddie Vornehmsten aus dem Kriegsrach, wandten allesan, um ihn von diesem Vorhaben abzuhalcen. Alsdie erste Hitze Key ihm vorüber war, und vi-.lieichtweil er sich damit begnügte, seine Standhaftigkeit soweit getrieben, und sich nun doch so bestimmt erklärtzu haben, wie wenig er an dem bevorstehenden Unglückschuld sey, willigte er ein, zu bleiben, erklärte aberzugleich, er werde sich durchaus nicht mehr um dasCommando der Armee bekümmern. Dabey büeb erso genau, daß er gar keinen Befehl mehr ertheilce, undalles an Marchin, la Feuillade, oder irgend einen an-dern, der eS übernehmen wollte, verwies. Nichtskonnte ihn von diesem Vorsatz abbringen.
Der unglückliche Eigensinn der Chefs entstandaus einem thörichten Vertrauen auf die Größe ihresEntwurfs, und aus die Meynüng, daß der PrinzEugen nicht wagen werde, die Linien anzugreifen.Wenn er sich nun zurückziehe, so würde Turin, nichtdurch einen Sieg über ihn, nicht durch eine That deSHerzogs, sondern durch die BclagerungSaustalcen undvermittelst der, unter!« Feuilladc's Direetion, ange-legten Linien erobert werden, folglich habe er alsdannseinen Ruhm mit niemand zu theilen. Dieß war dieeigentliche Geschichte dieser Begebenheit, wozu sichMarchin durch betrügliche Gründe und durch das
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