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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
130
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den könnte. Dieß war zwar richtig; allein eben sowahr blieb es auch, daß eins Armee auf dieser Anböhehöchst überflüßig war, weil «w nichts zu thun hatte,als sie gegen unbedeutende 'Angriffe zu sichern, wozuwenige Bataillons schon hinreichend gewesen wären.Die BelagcrungS-Armee hingegen war dadurch sehrgeschwächt.

Auch auf diese Einwendung vom Prinzen , ank-wortete der Marschall, wie auf die vorhergehenden.Der Beystand, welcher etwa von dieser Höhe aus,wenn sie entblößt wurde, in die Festung gebracht wer-den konnte, war ungewiß, und konnte nicht bedeu-tend seyn, weil er nicht durch Truppen zu unterstützenwar. Wenn der Prinz Eugen sich nur in keineSchlacht einlaffen konnte, oder geschlagen wurde; soblieb Turin doch, auch wenn es jenen Beystand erhielt,ohne Hülfe, und die Einnahme mußte immer, nur et-wa lg. Tage früher ober später, erfolgen.

Diese Streitigkeiten wurden so heftig, daß Mar-chin endlich einwilligte, Kriegsrath zu halten. DieGeneral-Lieutenants wurden zusammen berufen, unddie Materie abgehanvelt; allein sie hüteten sich sehr,la Feurliade, dem Liebling des Ministers, von demdas Glück und Unglück aller Offiziere abhieng, undMarchin, der, wie man sagte, das Geheimniß inHänden hatte, zu widersprechen.

Herr von Estaing war der Einzige unter ihnen,welcher den Much hatte, freymuthig zu sprechen; derEinzige, der sich bei dieser Gelegenheit Achtung er-warb. Albergotti, ein schlauer Italiener, die-

sen schimpflichen Ausgang voransgesehen, und war,unter dem Vorwand der Abgelegenheit seines Postens,dort zurückgeblieben. Alle andern unterwarfen ihre

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