Mid ihn auf eine so unglückliche und nqchtheilige Weise
einschränkten.
3 .
Da Marchin nicht überzeugt werden konnte; somußte der Herzog von Orleans nachgeben, und sichauf den Weg machen, um zu der Belagerungs. Ar-mee selbst zu stoßen. Er kam Abends den 2g. Augustbey Turin an»
Sie hatten nun zwar den gemeinschaftlichen Zweck,Turin einzunehmen; allein über die anzuwendenvenMittel gerierhen sie in unzählige Streitigkeiten. DerHerzog von ^Orleans war mit Recht sehr ärgerlich,daß la Feuillade alles wieder verworfen und umgeän-dert hatte, was er bey seiner Durchreise, als er zwHerrn von Vsndome ging, in den Belagerungs - An-stalten verbessert hatte. Seine Anordnungen schienenihm für den Erfolg so wesentlich nöthig zu seyn, daßer sie, wiewohl mit vieler Nachsicht und Bescheiden-heit, wieder herzustellen befahl. Er sah, ungeach-rct man den bedeckten Weg erreicht hatte, daß diel Belagerung um nichts vorgerückt war. La FeuilladeI harte andere Werke verloren, die er mit Verlustvm mehreren Ingenieurs und vielen Leuten genom-men hatte.
Nichts ging vorwärts, ja man wußte nicht ein«mal wie man es anzufangen hatte, um vorwärts zukommen. La Feuillade war verdrüßlich über diesenschlechten Fortgang; er wurde einsilbig; dadurch zoger sich so sehr den Haß aller Offiziere und Soldatenzu, daß sie sich gar nicht mehr um ihn bekümmerten.Der Herzog von Orleans recognoscirte die Posten undBclagerungswerke; er untersuchte die Linien und dasTerrain, auf welchem der Prinz Eugen anrücken, und
der