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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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nicht zu denken; Marchin gab ihm nicht einmal schein-bare Gegengründe an. Er wurde von la Feuilladebeherrscht, und dieser wünschte nichts eifriger, alsdaß die Armee sich ihm nähern möchte. Marchindachte an nichts weiter als dem Schwiegersohn desmächtigen Ministers zu gefallen. Beyde sahen nicht ein,wie vorthetlhast es überhaupt, und ausserdem auchnoch für la Feuillade's Glück selbst war, Turin zerrenBeystand abzuschneiden.

Während der Prinz und der Marfchall sich hier-über stritten, wurde ein von dem Prinzen Eugen anLen Kaiser abgeschickker Eilbote von einem unsererLeute aufgefangen. Seine Depeschen waren, wie sichleicht denken laßt, in Chiffern. - Sie wurden zu Ver-sailles entziffert, und enthielten ausführlich geradedasselbe Raisonnement, vom Prinzen Enge» an denKaiser, wie e6 der Herzog von Orleans gegen Mar-chin geäusscrt hatte. Er schloß es mit der Erklärung,Laß wenn der Prinz sich an den Platz postire, welchen erMarchin so dringend vorgcschlagen hatte, so würde eStollkühn seyn (dicß war der Ausdruck des Briefs)diesen unzugänglichen Weg zu versuchen, oder an ei-tlem andern Platz über den Tanero zu gehen. Manmüsse alsdenn Turin verloren geben, und nicht auchnoch durch fruchtlose Wagstücke zu sriner Rettung,Len unvermeidlichen Verlust der Kaiserlichen ArmeeHinzufügen. So wurde also der Herzog vou Orleansln einer geheimen Depesche, vom Prinzen Eugen anden Kaiser rühmlichst gerechtfertigt. Der König undsein Minister bekamen diese Depesche zuerst in dieHände, weil sie ihnen zur Entzifferung zugeschicktwerden mußte. Auf diese harte Art wurden Bcydsdafür bestraft, Laß sie einem Prinzen, der es so we-nig verdiente, nicht freie Macht ließe» zu handeln,

und