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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
112
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gleitet; so, wievernrtheilte schlechte Dirnen aus einemOrt der Schande abgeführr zu werden pflegen.

Ich übergehe die nähere Beschreibung einer soführenden, und unter der Regierung eines Königs,welcher Größe affectiren wollte, so unerhört tyranni.schen Scene. ES sind ganze Bände davon angesülltworden.

Nach ihrer Abreise durchsuchte d'Argenson dasHaus und nahm mit, was er wollte; das, was er glaub-te, es gehöre nach Portroyal in Paris, that er aufdie Seite; ebenso das Wenige, Las er den fortge-schleppten Nonnen nicht verweigern konnte. Jetztkehrte er nach Paris zurück, um dem König und leTellier von seiner Expedition Rechenschaft zu geben.

Diese gewaltsame Aufhebung nebst den Bedrück-ungen, welche die Nonnen zu leiden hatten, die manzum Unterschreiben zwingen wollte, bewirkten, alsman es erfuhr, einen allgemeinen Ausbruch des Un-willens, der, unerachtet die militairische Regierungdes Königs jedermann in Furcht gesetzt hatte, dennochso stark war, daß der Hof, und sogar Die Jesuiten,welche über nichts mehr errötheten, darüber bestürztund verlegen waren. Allein Tellicr ließ sich auf seinemrühmlichen Wege nicht aufhalten. Diesen unmensch-lichen tyrannischen Act bekräftigten noch häusigeVerurtheilungen und geheime Verhaftsbriefe. Ja,man ging so weit, den Familien, welche Verwandtezu Portroyal begraben liegen hatten, aufzugeben, dieLeichname derselben auögraben und anderswohinschaffen zu lassen. Die übrigen Leichname wurdenmir aller ersinnlichen Unanständigkeit, auf den Kirch-hof eines benachbarten Kirchsprengels geworfen. Nachdiesem fing man an, das Haus, die Kirche und alle

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