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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
103
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Die Unterhandlung gelang durch das/ was manden Frieden von Clemens dem IX. nannte. Die-ser Papst erklärte: der h. Scuhl verlange durch dirUnterzeichnung des Formulars nicht, daß man glau-ben solle, die fünf verdammte» Sätze seyen in demBuch von IanscniuS deutlich oder versteckt Enthalten;sondern nur, daß man sie als ketzerisch ansehen undverdammen solle, sie möchten enthalten seyn, wo siewollten.

Dieser Friede gab vielen die Freiheit wieder undden Genuß der Sacramente, deren sie beraubt wor-den waren. Sie setzten die Doctoren und andere,welche ihre Aemter verloren hatten, wieder in ihre vo-rige Rechte ein.

Die Jesuiten nnd ihre Vertrauten waren wüthendüber diesen Frieden. Dieß beweißt, wie wenig Anhäng-lichkeit an die Kirche sie eigentlich hatten, und daß nurStolz der Grund aller ihrer Betriebsamkeit gewesenwar. Sie waren schlau genug gewesen, den Stresttigkeiten über den MoliniSmuS eine andere Ansicht zugeben, und sich aus Angeklagten in Ankläger zu ver-verwandcln. Die Jansenisten hatten dadurch, daßsie sich wegen der fünf Sätze, welche noch von nie-mand behauptet worden waren, vertheidigt hakten, ihreMeymmg über Molina eben so wenig aufgegeben alsüber die aus der Jesuitischen Moral entstandenen Ue-bertreibungen, welche der berühmte Pascal ans deriehrc und Ausübung der casuistischen Jesuiten auszogund durch deutliche Beweise darlegte, in seinen Pro-vinzial Briefen aber allgemein lächerlich machte. DieErbitterung und der Haß hörten nicht auf und derKrieg dauerte fort.