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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
99
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diese angenehmen Neuerungen, die wegen der Leichtig-kür i» Erlangung der Seligkeit, U"d weil sie demStolz des menschlichen Geistes schmeichelte, sich vieleAnhänger machte.

Die Jesuiten, denen es schwer wurde, sich überdiese Sache zu vertheidigen, streuten Zwietracht undUneinigkeit in die französischen Kirchen aus; durchtausend niederträchtige, politische und gewaltsame An-schläge, endlich sogar durch Unterstützung des HvfSgelang es ihren Kunstgriffen, für diese Dinge eine an-kere Ansicht zu schaffen, und eine Keßerey zu erfinden,die weder Urheber noch Anhänger hatte. Diese fan.den sie in einem Buch von Cornelius Jansenius, Bi-schoff von Ipern, auf, welcher im Schoos der Kircheals ein ehrwürdiger Mann längst gestorben war.

Sie waren schlau genug sich als Angeklagte zuAnklägern, und ihre Gegner, die Ankläger der Jesui-ten zu nöthigen, Vertheidiger ihrer eigenen Sachszu werden. Hier entstanden die Namen Mvlinismusund Jansenismus, welche zwei) Partien bezeichnen.-Zu Rom entstanden wichtige und lange Debatten überdiese eingebildete Hetzerei), welche bloö von den Jesui-tcn erfunden ivar. um die Gegner ves Molina zu verder-ben Endlich wurde eine genaue Untersuchung darüber,unter dem Namen co«greAM><> ü« -»uxilün (C^ngrega-tion über die Hulfsnu^el zur Seligkeit) zu Rom auf-gestellt, die ihre zahlreiche Sitzungen in GegenwartClemens des ^til. (Aidobran.'im) und Pani-« des v.(Borghese) hielt- Sie hatte zwar endlich durch einabgefaßtes Decret den Kirchenbann auf die Annahmeder Lehre von Molina gelegt, wagte aber nicht, die-ses Decret, aus Furcht vor den Jefiutrn und ihren,in der ganzen Welt zerstreuten Anhängern zu publi-riren, und blieb dabey stehen, diese Lehre weder zu' G 2 ver»