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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
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100
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verdammen noch zu billigen. Hierüber tröstete sie dieJesuiten durch andere, für sie sehr vortheilhaste Ge-fälligkeiten, gegen jene selbst erfundene, von niemanbanerkannte Ketzerei), die sie nur allzu gut zu benutzenwußten.

Mehrere fromme und gelehrte Männer hattensich nach Portroyal zurückgezogen; einige schrieben,andere versammelten daselbst viele junge Leute, welchesie in Den Wissenschaften und der Gottseligkeit unter-richteten; die vortrefflichsten moralischen, Wissenschaft-liehen und praktischen Religions-Schriften sind ausihrer Feder hervorgegangen, und haben sich den ge-rechten Beyfall der Welt erworben. Sie hatten Freun-de und standen in Verbindungen. Aber sie mischtensich in die Streitigkeiten von Molina. Dieß wargenug, um die ohnehin auf diese werdende Schule ei-fersüchtigen Jesuiten, zu ihren unversöhnlichen Fein-den zu machen. Hieraus entstand die Verfolgung derIansenisten, der Sorbonne, des Herrn ArnauldS,und die gewaltsame militairische Vertreibung der ein-samen Bewohner von Portroyal.

Daher die Einführung eines sogenannten Formu-lars. Ein so nachtheiliges, und von der Kirche so oftverbotenes Kunststück. In dem Formular wurde dieueuerfundene Keßerey nicht allein verworfen, was je-dermann ohne Schwierigkeit angenommen haben wür-de, sondern auch als etwas in dem von CorneliusJansenius verfaßten Buch, Augustinus, enthaltenesangegeben. Man forderte die Beschwörung diesesFormulars, um den darinn enthaltenen, sowohl inne-ren als buchstäblichen Sinn der Glaubenslehre zu be-haupten. Man versuchte daher die Distinction zwi-schen der Behauptung des Rechtlichen, (cls ärolr)das heißt: die Verwerfung der sogenannten fünf ketze-rischen