Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

hätte Ursache gehabt, sich zu beklagen, und das Ge-schehene zu tadle»; allein cs war keine Zeit mehr da-zu, und es blieb ihm nichts weiter übrig, als Vas Auge-saugene auSzuführen, wozu er auch mit Lust bereit war.

Es war 2 Uhr Nachmittags, als die feindliche A»mce in schöner Ordnung anruckce, und das Canouen-stuer von RamillieS zu kosten austeng. Sie ließ Haltmachen, um ihre Canone» zu erwarten, die kurz nach-her aufgepflanzt standen. Die Canonade dauertewohl eine Stunde. Hierauf rückten sie mit Canoncngegen TavierS. Sie fanden dort noch weniger Wi-derstand als auf ihrem rechten Flügel, und bemächtig,ten sich des Dorfs.

Im nehmlichen Augenblick ließen sie ihre Ca-Valerie marschiren. Sie bemerkten zu rechter Zeit,daß die Moräste, welche unfern linken Flügel deckten,die Flügel beyder Armeen hinderten, einander zu Hülsezu kommen. Sie hatten ihren ganzen rechten Flügelin mehreren Linien nach einander hinter ihr Centrumgezogen jedoch'in guter Ordnung. Hinter ihrem linkenFlügel stand die ganze Cavalerie ihrer Armee, unser»!Rechten gegen über. Sie konnte ungehindert agiren,wahrend die Hälfte der Unsrigen unthätig auf ihremPosten stehe» mußte. Unsere Reuterey sah, daß diefeindliche Cavalerie gänzlich vor ihr verschwundenwar. Diese Bewegung hätte ihr zum Beyspie! dienensollen; allein sie setzte sich nicht in Bewegung. Gas-ston, welcher sie als älterer General Lieutenant vomlinken Flügel commandirke, hätte sie gar gerne aufeinen andern Platz gebracht; aber sein Wunsch gelangihm nicht. Es war ihm befohlen, ohne Ordre nichtvon diesem Platz zu weichen. Er schickte eine» Adju.kanten nach den, andern ab; allein man ließ keine Or-dre an ihn zurückkommen.

D 5

Gnis-