Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

Z6'

Ihn hatte der Marschalk zu Brüssel gelaffen, ohneihm von seinem Borhabei! etwas zu sagen.

Er rückte daher, den 2i-May, gegen die Ge.gend vor, wo Roguclaure, im vergangenen Jahre,unsere Linien hatte durchbrechen lassen. Aus die Nach,richt von MarlboroughS Annäherung, machte er eineBewegung, um ihn zu erwarten, und den 24.0mMorgen des PfingstsestS eine zweote, um sich auf ebuem Terrain zu postircu, wo der verstorbene Herr vonLuxemburg sich nie einer Schlacht hatte aussetzen woblen. Er selbst war einst Zeugs hievon gewesen; alleinsein und Frankreichs Schicksal wollte, daß er allesVergaß.

Er postirte die Haustruppen des Königs, undZwei) Caoaleric - Brigaden hinter einander, zwischendie Dörfer Taviers und Ramillies. Tavicrs decktedie Flanke der königlichen HauStruppen. In dasDorf selbst legte er den Grafen von !a Morhe mit 6BaraillonS Chursürstlicher Truppen, und g RegimenternDragoner. Ramillieö besetzte er mit 24 Canonen und20 Bataillons, welche nachher noch durch eine größereAnzahl Fußvolk verstärkt wurden; den übrigen Theilpostirte er auf das Feld, gegen das DorfNeuföglifezu.

Den rechten Flügel seiner zweiten Linie ließ er inseiner gewöhnlichen Ordnung, den linken Flügel aberpostirte er hinter einen schwer zu passierenden Sumpf,der sich noch über diesen Flügel hinaus erstreckte, wel-cher beynahe mit dem Rechten in gleicher Linie stand.

Als er mit diesen Anordnungen kaum fertig war,kam der Chursütst, welcher kaum die Nachricht davonerhalten hatte, in größter Eil zu Pferd, au. Er

hät-