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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
55
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reiste dieser wieder nach Flandern ab; und seit seinerAbreise, bis zur Versammlung seiner Armee, hatteder König beständig i» ihn gedrungen, das, was erihm so ausdrücklich befahlen habe, auS-ussihren. Diesewikderhvhlren Befehle reizten den ehrgeizigen und kurz,sichtigen Mann. Er glaubte, der König zweifle ansiniem Much, weil er ihn so oft und ernstlich anzu-treiben für nöthig halte. Er beschloß, alles zu wagen,um ihm völlig genug zu thun und zu beweisen, daßer einen so ungerechten Verdacht nicht verdiene.

Der König wollte freylich eine Schlacht in Fla«,dern liefern; allein er wollte sich auch erst in Standsetzen, um sie zu gewinnen. Sobald die Knien vomRhein weggenommen, und Fort-souiS frei) gemachtwar, erhielt Marchin die Ordre vom König: er sollemit iZ Bataillons und 20 Schwadronen von seinerArmee an die Mosel marschieren, wo er noch 2O an-Here Schwadronen stnden würde. Mit diesen Trup-pen zusamen, solle er nach Flandern gehen, und sichmit denr Marschall von Villeroy vereinigen, denübrigen Theil seiner Armee aber Villars überlassen.Villeron erhielt ebenfalls Befehl nichts zu unterneh-men, bevor diese Vereinigung geschehen sei). Alleiner wollte sein Vorhaben mit Macht forrseßcn, ohneMarchin zu erwarten.

Marlborough war ebenfalls bald inS Feld gerückt,ehe er noch alle seine Truppen beysamen hatte. Vil-lcroy hatte immer schon eine größere Anzahl als er.Dieses gab ihm Muth. Er zweifelte nicht an einemglücklichen Erfolg. Seinen Ruhm aber wollte er mitniemand cheilen, weder mir Marchin und den Truppen,welche dieser ihm zuführte, noch selbst mit dem Chur»fürsten, welcher doch die Armee eigentlich commandirte.

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