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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
14
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14 Anbigne.

schaftlich ln einer Akt von Einsamkeit und gottseligen Ueörinige» unter Direktion einiger Priester vom Kloster Saint«Sulpice lebten.

Um Frieden zu haben, ober vielmehr, weil es Frauvon Maintenvn wollte, begab sich Aubigne wirklich in dieseBrüderschaft, sagte aber seinen Gevatterinnen ins Ohr. daßeS sehr hart scy und daß sie seiner auf eine gute Art lo-werde. Er verhehlte es auch nicht, daß seine Schwester ihnnur zum Besten habe, wenn sie den Leuten weiß machenwolle, daß er devot sey, und klagte, daß man ihn mit Prie»siern belagere, und daß man ihn bey diesem Hrn. Doyen zutod martern werde.

Er hielts nicht lang dort aus und lief bald wieder inden Tuillerien und überall, wo er konnte, den Mädchen nach.Man fing ihn wieder ein und gab ihm einen der plattestenPriester von Saint Sulpice zum Wächter, der ihm überallwie sein Schatten folgte, und ihn in Verzweiflung setzte. EinMensch von besserem Gehalt hätte «in so albernes Amt garnicht angenommen ; aber dieser Tropf hatte nichts bessere zuthun, denn er hatte weder Geist genug sich zu beschäftigen,noch sich zu ennüyirrn. Er mußte von Aubigne beständigEvttisen hören, aber dafür wurde er bezahlt und sein Salakverdiente er ganz durch ein« Anhaltsamkeit, deren vielleichtniemand als er fähig war. Aubigne hatte eine einzige Toch«ter, deren sich Frau von Maintenvn immer sorgfältig angei«ommen hat, die nie ihr Zimmer verließ, die sie überallhinsühcte und überall zeigte und die sie unter ihren Augenwie ihre eigene Tochter erzog.

Von Angeall.

Ritter der königlichen Orden, Gesellschafter des Dan«phinö und Chevalier d'Honneur der Gemahlin deSDauphins. ,

Angeaü (von) war ein armer Edelmann, von ganzschlichtem Wesen, der in seiner frühen Zugend Hugcnot ge»wesen, und dessen Familie von derselben Religion, ohne alleVerbindung war. Es fehlte ihm nicht an gewissen Anlagen,

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