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thätigkeiten und Grausamkeiten die Zeimten nach ihm denKönig verleiteten, und wie er seinen Platz mißbrauchte, umseine Rache und Feindschaft zu befriedigen.
Der P. de la Chaise inkeressirtc sich und traf gute Wahrlen für die bischöflichen Sleilen, besonders für die grönern,und so lange die Sache unter feinem Einflüße stand, war erdarin glücklich. Er machte sich leicht von jeder TäuschungloS, die ihn besangen hatte, und war eifrig, das Uebel gut zumachen, wozu ihnJrrthum verleitet hatte; sonst aber Hatreerein scharfes Urthcil und viel Vorsicht. Er war ein guterMensch und guter Geistlicher, sehr jesuitisch gesinnt, aberohne blinden sklavischen Fanatismus, und kannte seine Mitebrüdcr besser als er sich merken ließ, indem er unter ihnenganz Zesnik war.
Er dachte nie an die Zerstörung von Portroyal, wollteauch nie etwas gegen den Cardinal Noaillcs unternehmen,wiewohl alles, ohne seine Theilnehmnng, geschah; der Gerwissenofall und alles was zu seiner Zeit gegen ihn geschah,kam nicht von ihm. Auch ließ er sich nicht zu sehr in diechinesischen Missionshändci ein, aber er begünstigte den Erzebjschof von Cambrai immer so gut er konnte, und war imrmer treuer Freund des Cardinals Bouillon, für den er unterjeden Umftanden immer viel auf sich nahm. Auf seinem Tirsehe lag immer das N. T. des P. Quesnel, das so viel Aufrsehn und Lärmen gemacht hak; und wen» man sich darüberverwunderte, daß daS Buch dieses Mannes von ihm so häu«fig gelesen werde, so antwortete er, er schätze das Gute, woer cs finde; er kenne kein vortrefflicher Buch, keins das solehrreich sey; in ihm finde er alles b-ysamme», und da ihmdes Tages wenig Zeit z» religiöser Lectüre übrig bliebe, soziehe er diese jeder andern vor-
Zn den letzten fünfzehn oder zwanzig Zähren des Erzebischofs von Paris Hmlci war er eS, der auf Erlhcilunggeistlicher Pfründen allen Einfluß hatte.
Von Frau von Maintenon erhielt er sich immer unaS«hängig und stand nie im geringsten Conner mit ihr. Auchhaßte sie ihn, sowohl in dieser Rücksicht als auch weil er zurVerhinderung ihrer Ehe das seiuige bevqetragen hatte; abersie bor ihm nie offenbar die Stirne, well sie die Gesinnungdes Königs in Rücksicht seiner kannte. Sie bediente sich
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