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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
50
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;o Pater de la Chaise.

deswegen Godet's, des Bischofs von Chartres, de» sie nachund nach in das Vertrauen des Königs einführte und dannnoch Verheirarhung ihrer Nichte, und bey Gelegenheit derSacke des Erzbischofs von Cambrai, des Cavdinals Noailles,um seinen Credit in Verrheilung der Pfründen schwankend zuWicken, und sie mit Hülfe dieser beyden Werkzeuge selbst ansich zu ziehe», ein Unternehmen, wodurch di- französischeGeiirlickkei. entehrt wurde, indem die Bischöfe von Chartresund Saint Süipice Ignoranten, NichtLwürdige mir demBischofthnm bekleideten und alle anderen, so viel sie konnten,davon ausschlossen.

Gegen das 80 Jahr seines Lebens wollte la Chaise, wie«wohl an Gei!.' und Körper»och rüstig, sich zur Ruhe bcgerben. Er machte mehrere vergebliche Versuche. Als er aberbald die Kräfte seines Geistes und Körpers abnchmen fühlte,sah er sich genöthigt, seine Bitte von neuem und dringenderzu wiederholen. Die Jesuiten, welche die Abnahme feinerKräfte, so wie die Abnahme seines Credits bemerkten, er,mahnten ihn eilenfalls einem andern Platz zu machen, welcherden Reiz und den Eifer der Neuheit hätte. Er sehnte sichaufrichtig »ach Ruhe und er drang in den König, ihm die-selbe zu schenken, aber vergebens. Er mußte die Bürdebis an sein Ende tragen. Die Schwäche des Alters, der erbald nachher erlag, konnte ihn davon nicht befreien. SeineBeine wa>en ausgebrochen, sein Äedächmiß war erloschen,seine DeurkiMuntzükrafl gänzlich abgestumpft, sein Bewußt-seyn verwirrt — ein sonderbarer Zustand für einen Beicht!Vater — aber der König ließ sich durch nichts abbriugeu, ecließ bis zuletzt den halberstorbenen Leichnam zu sich bringenpnd ferrigre mit ihm die gewohnten Geschäfte ab. Endlichzwei) Lage nick einer Rückkehr von Versailles, nahm seineSchwäche zusehends zu. er empfing die Sacramente und hattenoch mehr den Math als die Kraft, mit eigner Hand einenlangen Brief an den König zu schreiben, worauf er von derHand des Königs eine prompte Antwort erhielt, die mit vielZärtlichkeit geschrieben war. Hieraus richtete er seine Geidanken ganz an Gott.

Der P. le Tellier, Provinzial des Ordens, und der P.Daniel, Vvrgeyer des Ordenshaufts, fragten ihn, oberdie Forderungen, die sein Gewissen an ihn machen könne,

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