Brissae. 4*
warteten, trat der Herzog von Rohan in den Sollen, kamauf mich zu und sagte mir, daß mehrere .Herzöge mir ihm zuParis wegen der ohne Zweifel zu erwartenden Pretensto»Eoffä'ö gesprochen hauen, daß sie entschlossen wären, sich da«wider z» sehen und ihn gebeten hätten, mit mir in ihremNamen davon zu sprechen; auch der Herzog von Grammonthabe es aus sich genommen, mit mir und mehrern ander»darüber zu sprechen. Er verbreitete sich über den Bortheil,den Rang der Anciennetät zu gewinnen, wenn man dieZahl der Herzöge verminderte. Ich antwortete ihm, icherstaunte, daß er, der von der Sache besser als jene, dieer mir nenne, unterrichtet sey, sich von ihren Gründe»habe cinnehmen lassen; es wäre in der Thal sehr zu wün«scheu, daß die Ordnung der Anciennetät nicht von Chimä«ren und Prekensionen blvs durch äußeres Gewicht unter«stützt, wie die des Herzogs von Luxemburg, und mehrereranderer gestört würde, und daß es dem Könige gefallen möch«te, diese Würde nicht so leicht zu ectheilcn; aber sie beyeinem noch vorhandenen männlichen Erben eines Herzogs auf«geben zu wollen, das hieße die Aufhebung derselben in un«fern eignen Familien für die Ankunft vorbereiten; denn kei«ner von uns märe sicher, daß nicht ein gleiches in seiner Fa»miiie auf mehrere Art vorsiele; ich glaubte im Gegentheil,daß unser Znleresse fordere, die herzogliche Würde in de»Häusern, in denen sie wäre, so lange als möglich zu erhal-ten, sowohl zur Ehre der Würde, als znm Vortheil derHäu«ser, so lange nämlich die männliche Succession statt fände undnicht ungegiündere Ausdehnungen, weiblr.hr Successivn, odermännliche Verwandtschaften, die nicht von demjenigen her«kämen, weichem die herzogliche Würde erthciir worden, vor«geschützt würden; Coss-'s Fall wäre ganz in der Ordnung;sein Vater wäre jüngster Sohn und jüngster Bruder der Her«zöge von Brissac; er selbst leiblich Geschwisterkind von demletzt verdorbenen, folglich rechtmäßiger Erbe der Würde undwir verbunden, ihn in seinem Recht zu unterstützen; was de»Rang berraf, so konnte ich mich nicht enthalten ihm zu erklä»reu, baß dieß ein erbärmlicher Grund sey und so wie es uncr«trägiich sey, Chimären, Usurpationen und Neuerungen nach«gebe» müssen, so sey es billig und recht, eine ehrenvolle Re«gei ui.s.rsStandes zu befolgenden jüngern voranzugehen undden altern ohne Widerwillen in allem den Rang zu lassen.
c ; Noha»