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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
12
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Aguesseall.

Ich habe, sagte er, angefangen, ein solche- Reglementzu entwerfen; aber bei) der Arbeit dachte ich darüber nach,weiche Menge von Advokaten, Proenreurs und Gerichtsdie,nern dieses Reglement zu Grunde richten würde und ausMitleid legte ich die Feder nieder.

Die Langwierigkeit und Menge der Processe macht denReichthum und das Ansehn der Robe aus; man muß die»ses Unkraut also wurzeln und sich mehren lassen."

Diese Rubrik ist etwas lang geworden; ick hielt es aberfür interessant zu sehen, wie ein Mann von soviel Rechtlich-keit, Talent und Reputation so weit sinken konnte, daß seineRechtlichkeit zwepdeutig *), seine Talents schädlicher als nütz-lich , sein Ruf schwankend und er selbst zu einem Ball desGlückes wurde.

Von Aubigne.

Bruder der Frau von Maintenon.

Die Geschichte dieses Aubigne ist unwichtig, doch sosonderbar, daß sie bemerkt zu werden verdient. Frau vonMaintenon war auf jener ungeheuren Höhe, zn der sie auSihrer Niedrigkeit emperqestiegen war, nicht frey von allerPlag-. Und nichts quälte sie wohl mehr als einen Bruderzu haben, wie diesen Aubigne mit seinen unaufhörlichenPossen. Man nannte ihn Graf von Aubigne.

Er war nie weiter gekommen, als bis zum Capitan nurtcr der Infanterie, und sprach doch immer von seinen ehe-maligen Kriegszügen, wie ein Mann vom größten Verdienst,dem das größte Unrecht von der Weit geschähe, daß er nichtschon längst Marsch«!! von Frankreich sey. Ein andermalsagte ec spaßhaft genug, er habe den Marfchallsstab in Gold

erhall

das Skempclpapier zieht, so muß man bekennen, daß dieRechtsgelehneu nicht die einzigen sind, welche zur Kostspielig,keic der Justiz, die in Frankreich so theuer verkauft wird,beykragen.

*) Die Nachwelt kennt in Ansehung seiner Redlichkeit den unpsiekblichen Agueffeau besser, als Ser Herzog von Saiiir-Simon.