len; Ließ bestärkte den bereits unterhaltenen Argwohn, daßdieser Prinz dem zur Entfernung der Prinzeß in Urstni an»gelegten Entwürfe beigelrcten wäre.
Da die Königin in Spanien unbekannt, und ihr -Hof-staat, der sie bis an die Grenze begleitet hatte, nach Zrailien zurückgekehlt war, die Prinzessin Piombino ansgenom,inen, die sich aber auch nur einige Monate z« Madrid auf-hielt, und darauf wieder nach Nom zurückrcifete; so war siegenöthigk, den meisten Umgang mit dem Abre Alberoni zuunterhalten, dem das Schicksal diese vottheilhafre Gelegen»heit anbot, sich zu dem höchsten Glücke, das er hoffen konnte,hinauszufthwingen. Unterstützt durch die Gunst der Königin,erwarb er sich auch die Gewogenheit des Königs. Cr zeigtedieser Prinzess!!! die schicklichsten Mittel, die Zuneigung ihrres Gemahls zu fesseln, und cS gelang ihr vortrefflich; siebegleitete stets den König auf die Zagd, wo sie glücklichschoß, und indem sie sich nach dem Geschmacks dieses Prin»zen brqnemtc, that sie nichts mehr, als was mit ihren cig»neu Neigungen üöereinstimmte.
Die Streitigkeit mit der Inquisition war das schwersteGeschäfte, welches man damals zu beendigen hatte-. DerPrinz von Ccllamare und der Abt Alberoni wandten gemein»schastlich viele Bemühungen an, um den König dahin zubringen, daß er die Gründe des Cardinals del Giudice ge»nehmigte, dem die Königin, auf Empfehlung der verwitt»welen Königin, bep ihrer Zusammenkunft zu St. Zean piedde Port ihre Veschütznng versprochen hatte. Orry und Ma»eanay waren nunmehr des mächtigen Beistands der Prin«zessin Ursini beraubt, die unaufhörlich den Geist des Königsmit Übeln Gesinnungen gegen diejenigen erfüllte, die ihrenCredit schwachen konnten. Da aber jetzt ihre Abwesenheit derKönigin ein freies Feld überließ, so gebrauchte diese Prin»zossin die Aufsätze, die ihr der Prinz Celiamare mit Alberorni'S Beyhülfe in die Hände spielte, und die von den gelehr»testen und tugendhaftesten Männern abgefaßt waren, um demKönig zu zeigen, wie sehr ihn die Ehrsucht des Macanai-und die stolze Unwissenheit des Srry hintcrgangen hätte.Sie hatten seit der Ankunft der Königin keinen besondecn"Umgang mehr mit dem Könige, und waren also nicht mehrrm Stande / ihre angefangene Unternehmung gegen die Im