weit mehb besitzen, daß sie denselben, che sie noch den Kö-nig gesehen häkle, anszusübreu wagte. Men gehorchte ihrunverzüglich, ohne den Anbruch des Tages zu erwarten, undführte die Prinzessin in der kältesten Nacht eines sehr stren-gen Winters, unter Bedeckung einer Wache, in ihrer eignenK»ische, auf dem beschwerlichsten Wege bis all die spanischeGrenze. So wußte diejenige, die in dem Glanze undRange einer Camarcra, Major, einer Sberhofmeisiecin deSPrinzen voll Asturien und der .Infamen erschienen war,.Spanien verlassen.
Kein Vorfall erregte in diesem Jahrhunderts mehr Ver-wunderung lind Erstaunen. Man weiß nickt, was der Kö-nig davon dachte. Einige behaupten, der Streich wäre mitseiner Genehmigung auögesührt worden; andere versickerten^ihre Entfernung käme von dein Könige von Frankreich her,der auf Aursrhc» des Kardinals de! Eiudice die Veranstal-tung dazu getroffen harre; und noch andere glaubten, derHerzog von Parma habe um alles gewußt. Unsere Mei-nung ist, daß dieser Sturm sich zu S. Jcampied de Portzusammenzog. Die Königin gab dem Könige von dem, wassich zugetragen Harke, sogleich Nachricht; sie schickte hieraufden Abt Aiberoni ast ihn ab, und langte endlich selbst inEuadalaxära au, wo sie von ihrem Gemahl mit der größtenZärtlichkeit empfangen wurde. Der König billigte denSchritt, Lest sie gelhan hatte, befahl, dis Prinzessin Uttsini sollte ihre Reise bis über die Grenzen von Spanienhinaus fortsetzen, und ließ ihre Meubeln, ihre Juwelen,ihre Briefschaften, und alles, was sie in Madrid zurückge-lassen hatte, ihrem Stallmeister übergeben.
Die 'Ankunft der neuen Königin, »och mehr aber dieAbreise der Prinzessin Ursini, erfüllten den Hsf mit Fceude-Die Spanier, welche die junge Königin, gleich bei) ihrenersten Schritten zum Throne hin, ein Unternehmen, das soschwer zu bewerkstelligen schien, mit so vieler Entschlossenheithalten nnsführen sehen, faßten von ihr eine hohe Meinung.Die Hochachtung, die man für sie hegte, entsprach ihrengroßen Eigenschaften, der Lebhaftigkeit ihres Geistes, ihremScharfsinn, ihrer weitausgedchnten Skaatsklugheit, und be-sonders der Geschicklichkeit, womit sie die Liebe des Königsgewann, der sich jeden Tag neue Mühe gab, ihr zu gefall