der Absicht, sie sollte von dsnseike» Key der neuen KöniginGebrauch machen, daß sie auch die erwartete Wirkung rha»tcn; denn eS gelang der verwittrvcten Königin, ihr nichtallein dir schlimmste Meinung von der Prinzessin Ursini bcizu«dringen, chndern auch ihre Gewogenheit auf den Kardinalzu Unken. Man weiß nicht genau, die Verabredungen, diezu E). Ican-pied de Port zwischen den beiden Königinnen ge<troffen woroen; gewiß aber ist rs, daß die junge KöniginLey ihrer Abreise von dem grenzenlosen Ansehen der Pruuzessin Ursiri, von ihrer Herrschsucht und von ihren hartenGrundsätzen, weiche dahin abzweck'ken, alle diejenigen vondem Könige zu entfernen, die sie nicht für ihre Freunde undAnhänger hielt, wohl »nterrichlet war. Acheron,, der ihrin Pamplona ausivartcke, bestärkte sie in den Gedanken, daß«S -»».möglich wäre, die Prinzessin Nrfint länger am Hofezu dulden, da er als Minister des Herzogs, ihres Oheims,die Gelegenheit fand, ihr srepmüthig vorzustellen, daß sie»mt dieser Frau niemals ein ruhiges Leben führen würde;wobei) er auch zugleich zu seinem eignen Vortheil arbeitete,weil cs ihm dünkte, daß die Abwesenheit der Prinzessinihm einen srciicrn Zutritt zur Königin verschaffen, und daßsein Ansehen dadurch wachsen würde. Alberdui, der stetsein Freund des Kardinals del Giudice gewesen war, wachteder Königin von ihm eine vvrcheilhafte Schilderung, obgleichdas Gerüchte umherging, daß er ihn, da er in Ungnadegefallen, verlassen hätte, um der Prinzessin Ursini seine Er-gebenheit zu bezeugen.
Die Königin käni, erfüllt mit diesen Vorstellungen inPadraque an, wo sie die Prinzessin Ursini vor sich fand, dienach Abstattung der ersten Höflichkeiten, ihr gleich sagte, siewäre in einer so kalten Nacht ailzufpät ängekommen, undhätte sich auch nicht nach der Mode gekleidet. Die Königinwurde über die Art, womit die Prinzessin ihr eine Lehre gab,die ihr ü-be! angebracht zu seyn schien, so entrüstet, daß siedem Befehlshaber der Leibwache, die sie zu ihrer Bedeckungbegleitete, mit lauter Stimme de'., Auftrag cttheiltc, dieseThörin von ihr zu entfernen, sie in eine Kutsche zu setzen,und sie über die Grenzen von Spanien hinaus, wegzuführen.Die Prinzessin hatte viele Stärke des Geistes nölhig, umdiesen. Streich auszuhalten, und die Königin mußte noch