Jesuiten gemeiniglich vernünftige Männer, Verthcidiger devKirche nnd offenbare Feinde aller Ketzereien sind. Das er«wähnt« Memorial verursacht« LemRarhr von Kastilien Sckre.cken und Entsetzen. Die Furcht uökhigte einige Rache sichzu verstellen, andere ahmten ihnen aus Schmeichelei „ach,einige hingegen setzten sich mmhig dawider, und noch ankere,dir zurückhaltender waren, sagten, die Sache wäre wichtig^und uran müsste das Memorial dem Könige zusteUen. DeyKönig übergab es dem P. Nvbinct zur Untersuchung lind ve-rheuerte, daß er nicht die Avflcht hatte, die Rechte zu kräiuLen, welche die heiligen CanoneS der Kircke zugrstehea, unddaß er nicht gesonnen wäre, sich der Entscheidung dieser An-gelegenheit zu uncerziehen, bey, welcher ex nur auf Gerechtrigkest und idliiigreit sem Augenmerk richtet?.
Macanay bemühet« sich, dem Könige seine Bedenklich«kciren in einer geheimen Unterredung zu benehmen. Er steifttc rhm vor: „die niuec der Geistlichkeit eingsrissenen Mißbrau«„che hatten die königliche Autorität geschwächt, und die Im«„muniräten der Kirche dienten nur zur Begünstigung ihrer„gesetzwidrigen Anmaßungen und Uncrdnunzcn, weil sie weit, über ihre gehörigen Granzen ausgedehnt worden; hidKirchen„w. reu eine sichere Zuflucht aller Bösewichter, und dieses Recht„der Freistätte hätte mau über die zum Gottesdienste bestimm«„ten Ocrrer bis auf die daran stoßende-Häuser, Kramladen„und Plätze auSgcbrcitct; die Geistlichen, die Mönche und„die Klöster eigneten sich mir Ungerechtigkeit die Rechte des„Königs dadurch zu, daß sie ohne Nothwendigkcit weltliche„Güter an sich brächten, weiche daher seiner Gerichtsbarkeit„entzogen würden; die Geistlichkeit hätte mehrere Vasallen„im Staate als der König, und das Tribunal der Nuncia»„tur vergrößerte täglich die Anzahl derselben, weil es seine„Autorität zu einem unerträglichen Despotismus hinaufge., trieben habe; dis Ehrsucht einiger Minister hätte diese„Mißbräuche geduldet , um nur Gelegenheit zu erlangen,„ihre Familien mit den Kirchcngütern zu bereichern; der vor«„nehmstc Urheber dieser Unordnungen wäre D. Luis Curie!,„sr»u Vorgänger, der durch diese Nachlässigkeit entweder cft„nen sehr geringen Eifer für daS Interesse des Königs,„oder eine unverzeihliche Gefälligkeit für die Geistlichkeit zu„erkennen gäbe: denn er hätte die Befestigung in ungerechten„Besitzungen, ohne Einwilligung Seiner Majestät, und ohne