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„ihr sogar davon Bericht abznstatten, Melassen; die alten eins„sicittSr ollen und eifrigen Minister hätten, wegen weit Wich- '„kigerer Angelegenheiten, Forderungen und Vorstellungen ge-„than; in seinem Memoria! befände sich kein Artikel, der,nicht auf die Autorität der orthodoxesten Kanonistcii, die in„dem größten Ansehn ständen, gegründet wäre; er würde-„zwar sein Leben zur Vcrtüeidigung des Katholischen Glan»„bcns aufopseni, gleichwohl aber dürfte er nicht die Pflichten„seines Amtes vernachlässigen, welches ihm die Verbindlich-keit aufiegie, die Rechte Sr. Majestät in allen sie betreffende»„Angelegenheiten ;n behaupten; und es käme dem königlichen„Rathe zu, darüber zu nrtheilen."
Diese Vorstellungen des Maeanay machten nicht so kl?»fe Eindrücke auf den Geist des Königs, als einige, Memo-riaie, die er der Mißbräuche wegen überreichte, deren Ab-stellung er verlangt?. Die große Menge derselben war Phi-lippen wohl bekannt, und er suchte mir der redlichsten Absichtdie Mittel diesen Ucbeln abzuheifsn. Viele Sätze und Vor-schläge deS Maeanay erhielten gar nicht den Bepfall des D. No,biuet, und in Ansehung einiger andern sagte er, daß sie, in ei-ner andern Form eingelieidet, weniger Äergcrniß und Anstoß er-regen würden- Der König befahl, die Räthe von Kastilien soll-ten , jeder besonders, ihr schriftliches Gutachten über dieseMaterie cinreichen, und man mußte also jedem derselben eineAbschrift des Memorials zustellcn, welches durch dies?!« Um-stand dem Generalinquisitor, dem Kardinal des Giudice nochvor seiner Abreise aus Paris in die Hände gcrieth. Es wareiner von den Rächen selbst, der ihm dasselbe entweder ausFreundschaft »der ans Antrieb seines Gewissens znschickte.Der Kardinal übersandte es dem Tribunal der Inquisition,und dieses gab es, nach der Angeführten Gewohnheit, de»2.ualifikatorcn. Es verflossen viele Monate, eye man dieUntersuchung dieser Angelegenheit vollendete, denn die In-quisition verfährt stets mit dieser Vorsichtigkeit. Endlichschickte sie dem Kardinal dei Giudice, der sich damals nochin Paris befand, ein wider das Memorial, dessen Ver-fasser sie nicht nannte, abgefaßtes Dekret zur Unterzeichnungzu , uns befahl, daß cs an allen öffentlichen Oenern, undan den Thüccn der Pfarrkirchen angeschlagen werden sollte.Man verdammte in demselben diese Schrift als verwegen,ärgerlich, die päpstliche Macht schmälernd, mit der wahre»
Bst Lehre
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