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XVI.
Den König von Spanien treibt ferne Liebezu feiner Gemahlin zmrück nach Spanien.
Da nunmehr die geheime enge Verbindung zwi-fchen den beyden Favoritinnen zu Stande war, sofehlte zu ihrer Absicht weiter nichts, als daß sie denKönig in ihr Netz lockten. Die Natur hatte schondafür gesorgt, und die Kunst vollendete das übrige.Der König war ganz dazu gemacht, sich umstrickenund beherrschen zu lasten; und ein sonderbarer Zufallkam den Kunstgriffen der Ursins trefflich zu Hülfe.Der König hatte ein ausserordentlich vollblütiges Tem-perament, und seine Frömmigkeit erlaubte ihm keineBefriedigung während seines Aufenthaltes in Italien.Er zog sich dadurch einen gefährlichen Zufall zu: erbekam eine heftige Entzündung, und da die Ursacheder Entzündung Lurch die starken Gefäße, die demDrange der Natur nicht nachgaben, keinen Auswegfand, so schlug sie zurück ins Blut, und verursachteihm Beklemmung. Er eilte deßwegen nach Spanienzurück, und fand nicht eher Linderung als bei) seinesGemahlin. Man kann daraus sehen, wie sehr er sieliebte , und wie sehr er an ihr hing; und sie wußte,in die Geschäfte schon eingeweihk, und von ihrer klu»gen Gouvernante geleitet, sich seiner Liebe trefflich zubedienen. Sie hielt ihn fast beständig in ihrem Apar-temen t, oft in dem daranstoßenden ihrer Camarera»»najor in Gewahrsam, und da wurde alles inge-heim, ohne Wissen der Minister, der beyden Höfe,verhandelt.
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