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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
189
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den glanzenden Hofstaat Monsieurs seines Vatersweit über die übrige» Prinzen von Geblüt erhaben.

Die Vermahlung der beyden Prinzen mit.na»tätlichen Töchtern VeS Königs, hatte alle Welt scan-dalisirk; der König wußte es und konnte darnacb ab-nehmen, was für Aufsehn diese weit auffallendereHcyrath im Publikum machen würde. Schon seitvier Jahren hatte er diese Absicht gefaßt, und die er-sten Anstalten dazu gemacht. DaS Vorhaben warum so schwieriger, da Monsieur an allem was seineGröße betraf, mit Leidenschaft hing, und seine Ge-mahlin vermöge ihrer Nacionaldcnkungsart unechteGeburt und Mrßheyrachen verabscheute und sie voneinem so hartnäckigen Characker war, daß man nichthoffen konnte, sie je für diese Heyrarh zu gewinnen.

Um diese Hindernisse zu überwinden, wandte sichder König an le Grand, der bey ihm in Vertrauenstand, daß er seinen Bruder den Chevalier von Lorrainedafür gewinnen möchte, welcher Monsieur ganz be-herrschte. Dieser Mann war von sehr schöner Ge-stalt; Monsieur hatte wenig Neigung für das weibli-che Geschlecht und hatte dessen keinen Hehl; und die-ser Geschmack hatte ihm den Chevalier von Lorrainezum Favoriten gegeben, der ihn beständig beherrschte.Die beyden Brüder sahen nichts lieber, als wenn siesich beym Könige in einer ihm so nahe liegenden An-gelegenheit beliebt machen und ihren Vortherl dabeysinken konnten.

Die Ritkerpromotion sollte im Sommer i6z«;vor sich gehen; eS waren kaum noch einDuzzcnd Or-densritter vorhanden, und jedermann sah ein, daß diePromotion keinen Aufschub mehr leiden koi7-ite. Diebeyden Brüder verlangten, bey der Promotion denHerzogen vvrgezogcn zu werden.

Der König, der um diesen Preis die LorraineSnicht halte brauchen wollen, entschloß sich ungern da.

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