verbinden. Der einzige Sohn seines einzigen Bru.derS, der Herzog von Orleans wurde dieser Absichtmit sichtbarer Gewalt geopfert. Durch wiederholtegelungene Versuche kühner gemacht, stellte er zwischenden Bastarden und den Prinzen vom Geblüt eine voll,kommene Gleichheit her, und endlich als er seinenTod nahe sah, ging er so weit, daß er ihnen förmlichihren Rang und das Recht der Thronfolge ertheilte,gleichsam als wenn er darüber zu disponiren und einRecht zu ertheiien die Macht hätte, welches die Ge»burt versagte.
XVI.
Vermahlung des Herzogs von Chartres, nach-herigen Regenten von Frankreich.
Die Anmaßung des Königs, über die Thronfolgezu disponiren, ist so ganz gegen alles Recht, daß ichmich in meiner Schrift über das Sraatsrecht von Frank-reich etwas weiter darüber verbreiten werde. Man wirddaselbst eine Abhandlung über die legitimirten Prinzenfinden; hier kömmt es nur darauf an, historisch zuzeigen, wie ste am Hofe zu jener Größe eyipvrgestiegensind. Schon hatte der König zwey seiner Töchter mitPrinzen vom Geblüt vermählt, seine einzige Tochtervon der Frau von Balliere mit dem Prinzen von Con-ti, die aber keine Kinder hatte, und die älteste Toch-ter der Frau von Montespan mit dem Herzog. Schonlange hatte Frau von Maintenvn noch eifriger als derKönig dahin gestrebt, sie groß zu machen, und langehatten beyve die Absicht gehabt, Modem, von Blois,die zweyte Tochter des Königs mit Frau von Monte-span, mit dem Herzog von Chartres zu vermählen.Der Herzog war der einzige Neveu des Königs unddurch seinen Rang als xerlr üls äe krance und durch
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